Nach der Kälte- kommt die „Wärmewelle“

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Kaum zu glauben aber wahr: Auf dieser Wiese in Wülfrath im Niederbergischen Land ist am Sonntag noch gerodelt worden. An diesem Wochenende soll es fast 20 Grad plus werden. Foto: Hans-Joachim Kling

Noch vor einer Woche lagen die Tiefsttemperaturen im Bergischen Land bei minus zehn Grad. An diesem Wochenende könnte es den Vorhersagen zufolge fast 20 Grad plus werden. Ist das normal?

Genau dieser Frage geht an diesem Freitag auch der Deutsche Wetterdienst nach. „Das erste frühlingshafte Wochenende steht uns bevor“, schreibt der DWD. „Wir nähern uns der 20-Grad-Marke.“

Am Montag noch waren die Fahrzeuge des Winterdienstes im Einsatz, um die Straßen abzustreuen und das drohende Glatteis zu verhindern. Der Deutsche Wetterdienst
hatte ein Unwetter heraufziehen sehen, das aber bekanntlich ausfiel. (Mehr dazu steht hier.)

Nun sagt der Deutsche Wetterdienst für Sonntag eine Höchsttemperatur von 18
Grad in Niederberg voraus. In NRW könnte sogar die 20-Grad-Marke erreicht werden.

Die Entwicklung an sich sei aber nicht ungewöhnlich, wie der Deutsche Wetterdienst heute erklärt: „Der Februar verläuft wettertechnisch durchaus sehr gegensätzlich, vermag also nach eiskaltem Winterwetter gerne auch mal mit verfrühter Frühlingswärme zu überraschen.“

In Nordrhein-Westfalen wurden sogar mal 24,5 Grad plus in einem Februar gemessen: Das war in Arnsberg im Jahr 1900, ist also schon ein paar Tage her.

Rekord-Werte dürften also in den kommenden Tagen nicht erreicht werden. Aber 20 Grad im Februar gibt es auch nicht jedes Jahr. In acht der letzten 20 Jahre ist die Marke geknackt worden, jedenfalls irgendwo in Deutschland.

Auf jeden Fall folgt auf die Kältewelle eine „Wärmewelle“, schreibt der DWD im Thema des Tages. Oder wie wir es genannt haben: „Nach dem Eis kommt der Frühling„.