Grüne verteilen „faire Rosen“ zum Weltfrauentag

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Auf Initiative der Grünen ist Erkrath seit 2016 Fair-Trade-Town. Mitglieder der von Rat und Verwaltung gebildeten Steuerungsgruppe freuten sich damals über die Auszeichnung. Foto: Grüne
Auf Initiative der Grünen ist Erkrath seit 2016 Fair-Trade-Town. Mitglieder der von Rat und Verwaltung gebildeten Steuerungsgruppe freuten sich damals über die Auszeichnung. Foto: Grüne

Erkrath. Fair gehandelte Rosen verschenken die Grünen in Erkrath am Samstag, 6.
März, auf dem Hochdahler Markt anlässlich des Weltfrauentags.

In der Zeit zwischen 11 und 13 Uhr findet die Aktion auf dem Hochdahler Markt statt, die die Erkrather Grünen anlässlich des Weltfrauentages durchführen. Weil Kontakte eingeschränkt werden müssen in Corona-Zeiten, setzt der Ortsverband zudem auf eine besondere Form der „Übergabe“: mittels Pop-up-Station.

Jede Frau wird sich ihre Rose selbst nehmen können. „Die Rose ist hierzulande ein Zeichen der Zuneigung“, so der Grünen-Ortsverband. Für viele Frauen in Afrika und Südamerika stehe die Rose zudem für ein Einkommen, mit dem sie ihre Familie, so die Grünen, „mehr recht als schlecht“, ernähren können.

Die Grünen kommentieren: „Auf den Blumenfarmen der sog. Entwicklungsländer arbeiten überwiegend Frauen, häufig sind sie alleinerziehend und haben nur eine geringe Schulbildung. Ihre Arbeitsbedingungen sind miserabel: Niedrige Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen und gesundheitliche Gefährdungen durch den Einsatz von hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln.

„Mit dem Geschenk einer wunderschönen und meistens sehr langlebigen Rose
wollen wir auch über den Mehrwert von Fair Trade Blumen informieren und die
Erkratherinnen und Erkrather vom Kauf fairer Rosen überzeugen“, so Barbara Geiss-Kuchenbecker, Ratsmitglied der Grünen und Mitglied in der Steuerungsgruppe ‚Fair
Trade Stadt Erkrath‘. „Mit der Kampagne ‚Flower Power – Sag es mit fairen Rose‘ wollen wir zeigen: Es geht auch anders – mit Fair Trade.“

In der Fair Trade Zeitung, die mit verteilt wird, berichten Arbeiterinnen, welche Folgen die Fair-Trade-Zertifizierung ihrer Betriebe auf die Beschäftigten haben. Für das Siegel müssen Blumenfarmen klare Kriterien erfüllen.

Fair Trade Rosen gibt es in einigen Geschäften in Erkrath zu kaufen, erkennbar an
ihrem Fair-Trade-Label. „Wer sie kauft, leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Situation von Frauen in Afrika und Lateinamerika und investiert in die Zukunft: Mit Hilfe von Fair Trade Prämien können die Kinder dort kostenlos Schulen besuchen und haben damit die Chance auf ein besseres Leben“, so der Appell der Erkrather Grünen.