Viel zu voll: Düsseldorf verhängt Verweilverbot

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Letztes Wochenende war es am Rheinufer und in der Altstadt teilweise brechend voll. Die Landeshauptstadt hat jetzt neue Corona-Regeln erlassen, um die Menschen auch in diesen hochfrequntierten Außenbereichen zu schützen. Foto: Mathias Kehren
Letztes Wochenende war es am Rheinufer und in der Altstadt teilweise brechend voll. Die Landeshauptstadt hat jetzt neue Corona-Regeln erlassen, um die Menschen auch in diesen hochfrequntierten Außenbereichen zu schützen. Foto: Mathias Kehren

Düsseldorf. Die Maskenpflicht am Rheinufer und in der Altstadt wird ausgeweitet, außerdem gibt es ein neues “Verweilverbot” an den Rheinterrassen. Das hat die Stadt Düsseldorf mitgeteilt. Die Landeshauptstadt reagiert damit auf das so wörtlich “ausufernde Treiben in der Altstadt und am Rheinufer” am vergangenen sonnigen Wochenende.

Hier die Meldung der Stadt Düsseldorf im Wortlaut:

Da es am vergangenen Wochenende von Freitag, 19., bis Sonntag, 21. Februar, nicht nur zu einem großen Besucherandrang, sondern auch zu zahlreichen Verstößen gegen Abstandsregeln gekommen ist, und zudem viele Besucherinnen und Besucher der Altstadt keine Masken getragen haben, sieht sich die Landeshauptstadt Düsseldorf aufgrund des hohen Infektionsrisikos durch die Coronavirus-Mutationen gezwungen, folgende Vorkehrungen zu treffen:

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1. Die Zufahrt zum Mannesmannufer wird an den Wochenenden für den Verkehr mit Ausnahmen für Anlieger, Anlieferung und Busse gesperrt, jeweils freitags, 15 bis 1 Uhr, sowie samstags und sonntags von 11 bis 1 Uhr.
2. Ausweitung der Maskenpflichtzone Altstadt am Rheinufer zwischen Dreieckswiese bis Rheinterrasse und zeitliche Verlängerung – täglich von 10 bis 1 Uhr.
3. Kontrolle der Maskenpflicht am Rheinufer am Unteren Rheinwerft zwischen Dreieckswiese bis Freitreppe am Burgplatz über Zugänge von freitags bis sonntags.
4. Verweilverbot von der Dreieckswiese – Mannesmannufer und Unteres Rheinwerft – bis zu den Rheinterrassen inklusive des Maskenschutzgebietes Altstadt von freitags, 15 Uhr, bis montagsmorgens, 1 Uhr.
5. Die Freitreppe bleibt bis auf weiteres gesperrt.
6. Die Polizei wird ihre Präsenz in Düsseldorf am Wochenende verstärken.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: “Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass das schöne Wetter lockt und wir uns alle nach ein wenig Normalität und Sonne sehnen, aber wir stehen angesichts der hochansteckenden Virus-Mutationen nun an einem kritischen Punkt. Schaffen wir es die Infektionszahlen zu senken – oder geraten wir in eine schwere dritte Welle. Daher bitte ich Sie: Schützen Sie sich und andere. Vermeiden Sie Menschenansammlungen, halten Sie sich an Abstands- und Hygieneregeln und tragen Sie eine medizinische Maske. Nur gemeinsam können wir es schaffen!”

Krisenstabsleiter und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche: “Die Coronavirus-Mutationen sind um das mehrfache ansteckender als die ursprüngliche Virusvariante. Daher sind Abstands- und Hygieneregeln sowie das Tragen einer Maske unbedingt erforderlich – nur so kann man sich und andere schützen.”

Ordnungsdezernent Christian Zaum: “Der Infektionsschutz hat, zum Schutz von uns allen, nun oberste Priorität. Mit unseren jetzigen Maßnahmen wollen wir weitere Zugangsbeschränkungen, Außer-Haus-Verkaufsverbote und Ausgangssperren verhindern.”

Sieben-Tages-Inzidenz steigt wieder

Die Sieben-Tages-Inzidenz sowie der Anteil der hochansteckenden Corona-Virusvarianten nehmen in Düsseldorf in den letzten Tagen wieder zu. Der Wert der Sieben-Tages-Inzidenz stieg heute (22. Februar) bis auf 59,3 – vor einer Woche lag er noch bei 35,7. Der Anteil der Virusmutationen an den festgestellten Corona-Infektionen beträgt, Stand Donnerstag, 18. Februar, 43 Prozent. Am Dienstag, 16. Februar, dagegen lag er noch bei 27 Prozent.