Massive Corona-Verstöße in Wuppertal: Teilweise „Party- und Event-Charakter“

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Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Symbolfoto: Polizei
Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Symbolfoto: Polizei

Wuppertal. Ansammlung größerer Gruppen von bis zu 200 Personen hat die Polizei in Wuppertal am Donnerstag registriert. 

In einer gemeinsame Presseerklärung geben die Polizei und die Stadt Wuppertal an, dass es am Donnerstag an mehreren Orten im Stadtgebiet zu Ansammlungen größerer Personengruppen und Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung gekommen ist. Unter anderem war das im Nordpark, an der Nordbahntrasse und auf dem Schusterplatz der Fall.

„Für die Einsatzkräfte der Polizei und des Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt bot sich immer das gleiche Bild: Mindestabstände wurden missachtet und ein entsprechender Mund-Nasen-Schutz nicht getragen“, informiert die Polizei.

Im Bereich der Parcouranlage an der Nordbahntrasse hatte das Geschehen laut Polizei einen „Party- und Event-Charakter“, als dort mehrere Gruppen Jugendlicher aufeinandertrafen. Eine Gruppe kam Platzverweisen nicht nach und provozierte die Einsatzkräfte mit lauten Rufen und Gesten. Den Wortführer haben Beamte kurzfristig in Gewahrsam genommen.

Insgesamt wurden mehr als 70 Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt. Zudem teilt die Polizei mit, dass zusätzlich etwa doppelt so viele Platzverweise, teilweise mit Lautsprecherdurchsagen, ausgesprochen wurden.

„Natürlich haben die Polizei Wuppertal und der Krisenstab der Stadt großes Verständnis dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Freizeit, gerade bei schönem Wetter, an der frischen Luft verbringen möchten“, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung von Stadt und Polizei. Die Nordbahntrasse, Parks und Spielplätze seien hierbei beliebte Ausflugsziele. Dennoch: „Wir möchten an die Menschen der Stadt appellieren, die Vorschriften der Coronaschutzverordnung, insbesondere die Abstands- und Hygieneregeln, zu beachten, um nicht sich selbst oder andere durch eine Ansteckung mit dem Virus zu gefährden“, so die Behörde.

Bei festgestellten Verstößen würden Polizei und Ordnungsdienst einschreiten und entsprechende Maßnahmen veranlassen, so die Ankündigung.