DAK: Norovirus-Fälle im Corona-Jahr fast halbiert

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Unter anderem die Handhygiene habe laut DAK-Gesundheit dazu geführt, dass andere Infektionskrankheiten in Corona-Zeiten in geringerem Maße auftreten. Foto: pixabay
Unter anderem die Handhygiene habe laut DAK-Gesundheit dazu geführt, dass andere Infektionskrankheiten in Corona-Zeiten in geringerem Maße auftreten. Foto: pixabay

Kreis Mettmann. Wie die DAK-Gesundheit nach einer Analyse von Daten des Robert-Koch-Instituts mitteilt, sollen im Kreis Mettmann rund 40 Prozent weniger Infektionskrankheiten seit Beginn der Pandemie aufgetreten sein.

37,8 Prozent weniger Infektionskrankheiten im Kreis Mettmann seit Pandemiebeginn zählt die Krankenkasse DAK-Gesundheit nach ihrer Datenanalyse. Im Corona-Jahr 2020 sei im Kreis Mettmann durch die Hygienemaßnahmen ein deutlicher Rückgang bei vielen Infektionskrankheiten festzustellen, so die DAK, die sich dabei auf eine Auswertung der Zahlen des Robert Koch-Instituts bezieht.

Die Norovirus-Infektionen seien um 47 Prozent zurückgegangen. Diese sich gerade in Gemeinschaftseinrichtungen rasch verbreitende Erkrankung wurde im vergangenen Jahr somit deutlich weniger gemeldet. Aber auch sogenannte Kinderkrankheiten kämen weniger oft vor. Windpocken gingen um 67,6 Prozent zurück, Erkrankungen durch Rota-Viren sogar um 73,9 Prozent. Die Gründe für den Rückgang sieht die Krankenkasse vor allem bei den Corona-Maßnahmen der Regierung, die auch einen Einfluss auf die Übertragung von anderen Krankheiten gehabt haben.

„Der positive Effekt bei den Ansteckungen zeigt, dass die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie prinzipiell wirken. Die Übertragung vieler anderer gefährlicher Krankheiten wurde so verhindert“, sagt Christian Lipinski von der DAK-Gesundheit in Düsseldorf. „Die Maßnahmen wie etwa Schul- und Kitaschließungen, Homeoffice, Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen und Handhygiene haben beispielweise die Übertragung von Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen verhindert und damit insgesamt einen positiven Einfluss.“

Die Statistik weist dementsprechend auch bei der typischen Reiseerkrankung Denguefieber einen rückläufigen Trend aus. So gingen hier die Fallzahlen von 9 auf 2 zurück. Im gesamten Bundesgebiet wurden 29,7 Prozent weniger meldepflichtige Erkrankungen registriert.