Notizbücher und Kugelschreiber statt Kamelle

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Eine Großspende an Büromaterialien und Stoffbeuteln hat jetzt der Gebäudereiniger KKS an diie Ratinger Tafel gespendet. Foto: privat
Eine Großspende an Büromaterialien und Stoffbeuteln hat jetzt der Gebäudereiniger KKS an diie Ratinger Tafel gespendet. Foto: privat

Ratingen. An Rosenmontag bot sich bei der Tafel Ratingen ein einzigartiges Bild: Statt Karnevalswagen und Kamelleregen, gab es dieses Jahr eine Großspende an Büromaterialien und Stoffbeuteln vom Ratinger Reinigungsspezialisten KKS.

„Gerade jetzt, wo durch die Auswirkungen von Corona die gesellschaftlichen Unterschiede hierzulande immer gravierender werden, sind viele unserer Ratinger Mitbürgerinnen und Mitbürger auf die Hilfe der Tafel angewiesen“, sagt Ingrid Bauer, ehrenamtliche Vorsitzende des Vereins „Tafel Ratingen“. Mit dieser Aktion setzen KKS-Geschäftsführer Adam Stritzek und sein Team ihre Unterstützungsaktionen für soziale Projekte vor Ort in Ratingen fort.

„Ich bin stolz darauf, dass es in meiner Heimatstadt Ratingen junge Unternehmer wie KKS-Geschäftsführer Adam Stritzek gibt, die sich regelmäßig und nachhaltig für die sozialen Belange der Bürger einsetzen. Gerade in derartigen Krisensituationen ist das Engagement der Wirtschaft Rückgrat des Gemeinwesens“, erklärt Hanno Paas, Partner der KKS-Unterstützungsaktion für die Tafel Ratingen. „Wir brauchen Menschen, die soziales Engagement nicht auch praktisch vorleben“, so der CDU-Ratsherr weiter

Tafel Ratingen

Der Verein mit seinen über 150 aktiven Helferinnen und Helfern engagiert sich seit mehr als zehn Jahren, um für Menschen in Ratingen die Folgen von Armut zu lindern. Pro Woche werden rund 350 Kundinnen und Kunden mit Lebensmitteln versorgt. „Um das zu ermöglichen, sammeln die 30 Fahrer und Beifahrer jede Woche circa fünf Tonnen Obst, Gemüse sowie Molkereiprodukte in Ratingen und Umgebung ein“, ist Bauer stolz auf die solidarischen Leistungen ihres Vereins.

Und dies auch in den von der Pandemie ausgelösten Krisenzeiten. Dass dabei die Regeln zur Vermeidung von Infektionen eingehalten werden können, ist nicht zuletzt einer Großspende von Einwegmasken, Desinfektionsmitteln sowie Handschuhen zu verdanken, die KKS im letzten Jahr der Tafel Ratingen überreicht hatte.

Reinigungsspezialist KKS

Auch bei dem Reinigungsspezialisten KKS gab es Corona-bedingt erhebliche Einbrüche bei der Auftragslage, da in vielen Unternehmen Homeoffice für die Mitarbeitenden die Regel wurde und gastronomische Betriebe und Handel schließen mussten.

Teil des unternehmerischen Verantwortungsbewusstseins von Firmenchef Stritzek ist in dieser Ausnahmesituation, dass keiner der über 300 vor allem osteuropäischen Mitarbeiter entlassen oder in Kurzarbeit geschickt wurde. „Das bin ich ihnen schuldig. Sie sind schließlich zu uns nach Deutschland gekommen, um etwas aufzubauen, um der Arbeitslosigkeit in ihren Heimatländern zu entkommen.“

Zu seinem aktuellem Engagement in der Corona-Krise sagt Stritzek: „Ich identifiziere mich mit den Bedürfnissen und auch den Ängsten der Menschen in Ratingen. Deshalb möchte ich mit beispielhaften Projekten Impulse liefern, Mut machen und aktiv andere motivieren.“ Daher auch sein Aufruf an die Unternehmerschaft vor Ort: „Machen Sie mit! Engagieren wir uns gemeinsam! So lassen sich die Folgen der Krise abmildern.“