Corona-Selbsttests: Was tun, wenn der Test positiv ausfällt?

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Wattestäbchen liegen auf einem Tisch. Foto: pixabay
Wattestäbchen liegen auf einem Tisch. Foto: pixabay

Kreis Mettmann. In Apotheken, Discountern und Drogerien werden inzwischen Corona-Selbsttests angeboten, die käuflich zu erwerben und in Eigenverantwortung anzuwenden sind. Die NRW-Verbraucherschützer geben Hinweise. 

Corona-Tests für den Eigenbedarf gibt es mittlerweile zu kaufen. Diese, auch Selbsttests oder Laien-Tests genannten, Testkits ergänzen die Teststrategie der Bundesregierung mit kostenlosen Antigen-Schnelltests, auf die seit dem 8. März alle Bürgerinnen und Bürger einmal pro Woche ein Anrecht haben.

Seit einigen Tagen werden die Corona-Laientests in Discountern, Apotheken und Drogerien angeboten. Beim Kauf sowie bei der Anwendung der Corona-Selbsttests gilt es einiges zu beachten.

Die Verbraucherzentrale NRW gibt die folgenden Hinweise für die Anwendung von Corona-Selbsttests:

Wie unterscheiden sich Selbsttests von Schnelltests?

Anders als die Schnelltests für die wöchentliche Bürgertestung, die nur von geschultem Personal durchgeführt werden dürfen, sind die Corona-Selbsttests aufgrund der leichten Handhabung für die Eigentestung zugelassen.

Beim Kauf sollten Testwillige daher darauf achten, ob es sich auch tatsächlich um einen Test für die Eigenanwendung, also einen für Laien zugelassenen Test handelt.

Woran erkenne ich einen zugelassenen Selbsttest?

Mit der Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zunächst sieben Corona-Schnelltests zur Selbsttestung zugelassen. Da es sich bei den Tests um Medizinprodukte handelt, tragen sie auch eine CE-Kennzeichnung. Mit dieser Zertifizierung erklären die Hersteller die Einhaltung europäischer Schutz- und Qualitätsstandards.

Eine ständig aktualisierte Liste der Tests, die für Laien zur Eigentestung zugelassen sind, gibt es auf der Homepage des BfArM. Vermerke in den Produkthinweisen wie „Nur für medizinisches Personal geeignet“ oder „Testdurchführung nur durch medizinisches Fachpersonal“ weisen dagegen darauf hin, dass es sich nicht um einen Do-it-yourself-Test handelt.

Wie funktioniert der Test zu Hause?

Bei den bisher zugelassenen Testkits für die Eigenanwendung ist ein Nasenabstrich vorgesehen. Die Abstriche können eigenständig aus der vorderen Nase entnommen werden, ein tiefes Eindringen in den Nasenrachenbereich ist nicht notwendig.

Es ist davon auszugehen, dass auf absehbare Zeit auch Gurgel-oder Spucktests zugelassen werden. Der Test weist das Virus-Protein im Sekret nach, sofern eine ausreichende Virusmenge vorhanden ist.

Ist das Ergebnis positiv, erscheint nach rund 15 Minuten im Sichtfeld ein zweiter farbiger Strich, ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest. Wichtig ist es, sich genau an die Gebrauchsanweisung zu halten. Die Hände sollten vor Durchführung des Tests und danach zudem gründlich gewaschen oder desinfiziert werden.

Wie sicher ist der Test?

Wie alle Antigen-Schnelltests ist auch der Selbsttest nur eine Momentaufnahme, das heißt schon am nächsten Tag könnte man Corona-positiv sein.

Zudem haben Antigen-Schnelltests eine gewisse Fehlerrate, da eine größere Menge an Viren erforderlich ist, um ein positives Ergebnis anzuzeigen. Sie sind also nicht so zuverlässig wie ein PCR-Test.

Wichtig sei laut Verbraucherzentrale, auch bei einem negativen Testergebnis die Hygieneregeln wie Abstand, Händewaschen, Lüften und Maske-Tragen weiterhin einzuhalten.

Was tun, wenn der Test positiv ausfällt?

Ist der Test positiv, sollte ein PCR-Test zur Bestätigung durchgeführt werden, um das Ergebnis zu bestätigen. Bei einem Laientest für zu Hause gibt es derzeit keine Meldepflicht, daher kommt es hier auf die Eigenverantwortung an.

Über den Hausarzt oder die Rufnummer 116 117 kann ein Termin für den Bestätigungstest vereinbart werden. Bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt, gilt Quarantänepflicht.

Eine ständig aktualisierte Liste der zugelassenen Selbsttests gibt es im Internet auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte:
www.bfarm.de. Weitere Informationen zu Corona im Verbraucheralltag gibt es über die Verbraucherzentralen.