Land NRW setzt Impfungen mit Astrazeneca für Jüngere aus

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Impfungen mit Astrazeneca pausieren für Menschen unter 60: Die Impfkampagne geht weiter - ausgefallene Termine sollen nachgeholt werden, so das NRW-Gesundheitsministerium. Foto: pixabay
Impfungen mit Astrazeneca pausieren für Menschen unter 60: Die Impfkampagne geht weiter - ausgefallene Termine sollen nachgeholt werden, so das NRW-Gesundheitsministerium. Foto: pixabay

Düsseldorf. Das Land Nordrhein-Westfalen setzt Impfungen mit Astrazeneca bei Unter-60-Jährigen vorläufig aus. Das teilt das Gesundheitsministerium mit, weist jedoch darauf hin, dass die Impfkampagne fortgesetzt wird.

Auf Grund der aktuellen Entwicklungen rund um den Impfstoff Astrazeneca hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales die Impfungen in Nordrhein-Westfalen mit dem Präparat des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens für unter 60-Jährige vorläufig ausgesetzt.

Die Ständige Impfkommission hatte ihre Altersempfehlung angepasst und mitgeteilt, dass sie nach mehreren Beratungen auch unter Hinzuziehung externer Experten mehrheitlich entschieden habe, „auf Basis der derzeit verfügbaren Daten zum Auftreten seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen die Präparate von Astrazeneca nur noch für Personen im Alter ab 60 Jahren zu empfehlen, da diese Nebenwirkung vier bis 16 Tage nach der Impfung, ganz überwiegend bei Personen im Alter unter 60 Jahren auftraten“.

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Die Impfkampagne werde jedoch fortgesetzt, so der Hinweis des NRW-Gesundheitsministeriums: Die Impfungen mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna gehen weiter. Impftermine, bei denen eine Verimpfung von AstraZeneca vorgesehen war, würden ab dem 1. April mit Biontech oder Moderna durchgeführt. Ausgefallene Termine sollen umgehend nachgeholt werden.

Der weitere Umgang mit dem Astrazeneca-Impfstoff soll Inhalt einer außerplanmäßigen Gesundheitsministerkonferenz am Abend sein.