Bachlauf mit Botschaft: Virtuell und während der Europawoche

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In Mettmann ist der Bachlauf eigentlich eine sportliche Großveranstaltung mit Massenstarts - nicht so im Jahr 2021. Foto: Volkmann
In Mettmann ist der Bachlauf eigentlich eine sportliche Großveranstaltung mit Massenstarts - nicht so im Jahr 2021. Foto: Volkmann

Mettmann. An einen Vor-Ort-Bachlauf mit hunderten Teilnehmenden ist in Corona-Zeiten für die Organisatoren nicht zu denken. Sie haben sich nun frühzeitig für eine virtuelle Alternative entschieden.

Über 1.800 Athletinnen und Athleten gingen im Jahr 2019 beim 14. Mettmanner Bachlauf an die Startlinie. Im Folgejahr dominierte die Corona-Pandemie den Sportbetrieb, der Bachlauf wurde nicht abgesagt, jedoch anders durchgeführt als bisher. Und auch dieses Jahr müssen die Organisatoren angesichts der Viruslage auf ein alternatives Format setzen: der Bachlauf 2021 findet virtuell statt.

Die Organisatoren gehen ambitioniert ans Werk haben das Motto “Gemeinsam in Mettmann – Gemeinsam in die Zukunft” für den Bachlauf ausgerufen. Stattfinden wird die virtuelle Sportveranstaltung im Rahmen der Europawoche 2021 – von Montag, 1. Mai, bis Freitag, 7. Mai (20 Uhr). Der Startschuss fällt um 8 Uhr.

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Hauptorganisator Norbert Krüger: “Diese alternative Form des Bauchlaufs, war im letzten Jahr ein voller Erfolg und hat sogar laufbegeisterte Sportler aus vielen Teilen Deutschlands, der Schweiz und China veranlasst, gemeinsam auf Abstand an den Start zu gehen. Hieran möchten wir in diesem Jahr anknüpfen.” Besonders die Startnummern zum Ausdrucken und die vielen Fotos mit den Finisher-Shirts der letzten Jahre, hätten ein Gemeinschaftsgefühl erzeugt, dass man in das Jahr 2021 übertragen werden wolle.

Die Athletinnen und Athleten laufen auch dieses Jahr nicht gegeneinander, sondern gegen individuell gegen die Uhr - und womöglich gegen den inneren Schweinehund. Foto: Volkmann
Die Athletinnen und Athleten laufen auch dieses Jahr nicht gegeneinander, sondern individuell gegen die Uhr – und womöglich gegen den inneren Schweinehund. Foto: Volkmann

Auch dieses Jahr wird es angesichts der Pandemie keinen Massenstart geben, die Läuferinnen und Läufer gehen eigenverantwortlich auf die Strecke, laufen individuell. Erneut steht nicht der sportliche Wettkampf im Mittelpunkt, sondern ein gemeinschaftliches Erlebnis. Teilnehmende können Fotos einsenden und so die Möglichkeit erhalten, Preise zu gewinnen.

Schulen laufen für Europa

Das längere Zeitfenster soll zudem Mettmanner Schulen ermöglichen, die Teilnahme in den Schulsport zu integrieren und als Schule oder Klasse die zwei oder fünf Kilometer langen Strecken zu absolvieren.

Und nicht nur das. Man schlägt mit der Idee die Brücke zum Europa-Thema: “Im Rahmen der Europawoche können die Schulen oder Klassen zusätzlich unter einer Flagge der 27 Mitgliedsstaaten der EU starten und nicht nur die sportliche Vielfalt Europas unter Beweis stellen”, erklären die Organisatoren. Die Schulen erstellen zusätzlich im Rahmen des Laufs ein Plakat über das Land, für das sie starten, und nehmen damit an dem Schulwettbewerb teil.

“Diese beiden Teile ermöglichen den Schulen fächerübergreifend zu agieren und z.B. die Fächer Erdkunde, Politik und Sport miteinander zu verknüpfen. Die erstellten Plakate werden vom Verein Mettmann-Sport in der Galerie Königshof, dem Titelsponsor, ausgestellt und die kreativsten Werke mit tollen Preisen prämiert”.

Auch die inzwischen obligatorische Corona-Warnung verzichten die Organisatoren nicht: “Bei aller Vorfreude auf den virtuellen Lauf ist es besonders wichtig, dass sich alle Läuferinnen und Läufer an die aktuellen Regeln, wie z.B. Abstandhalten oder
maximal zu zweit unterwegs zu sein, halten und die Veranstaltung allen behördlichen
Vorgaben gerecht wird.”

Die Anmeldung erfolgt ab sofort über die Homepage www.me-sport.de. Ein Startgeld für den Alternativ-Run entfällt. Stattdessen besteht die Möglichkeit einer freiwilligen Spende, die Mettmann-Sport an den DRK-Ortsverein oder die Initiative “Plant for the Planet” weitergibt.