SPD hält Schallschutz an der A44 in Homberg für unzureichend

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Die SPD kritisiert im Bereich Homberg den Schallschutz an der A44. Foto: pixabay
Die SPD kritisiert im Bereich Homberg den Schallschutz an der A44. Foto: pixabay

Ratingen. Die Ratinger SPD übt Kritik an den ihrer Meinung nach unzureichenden Schallschutzmaßnahmen bei der Trassenführung durch den Stadtteil Homberg.

„Grundlage der Berechnung des notwendigen Schallschutzes sind die im Planfeststellungsbeschluss zugrunde gelegten Verkehrszahlen. Doch diese sind nach den neuesten Verkehrsberechnungen überholt“, so die Homberger Ratsfrau Anne Korzonnek.

„Im neuen Bundesverkehrswegeplan werden erheblich höhere Verkehrszahlen auf der A44 vorhergesagt, teilweise mehr als das doppelte“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende Christian Wiglow.

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Der Schallschutz ist im westlichen Teilstück zwischen Heiligenhaus und Ratingen-Ost im Planfeststellungsbeschluss nach den gleichen Maßstäben wie im östlich angrenzenden Abschnitt berechnet worden. Nur gibt es dort nicht die benachbarten größeren Ansiedlungen wie im östlichen Abschnitt mit Heiligenhaus-Süd und Velbert-Oberer Flandersbach.

„Folge ist, dass Anwohnerinnen und Anwohner einer höheren Lärmbelastung ausgesetzt sein werden, die auch über die Grenzwerte hinausgehen kann, ohne dass ihnen ausreichender Schallschutz gewährt wird. Nur wenn irgendwann eine Zunahme der Lärmbelastung um mindestens drei Dezibel eintreten würde, würde beim Schallschutz nachgebessert werden“, moniert Christian Wiglow. „Aus Gründen der Vorsorge sollten gleich die neuen Verkehrszahlen des aktuellen Bundesverkehrswegeplanes zugrunde gelegt werden“, führt Anne Korzonnek ergänzend aus.

„Deshalb fordert die SPD von der Verwaltung, mit der Straßenbaubehörde Kontakt aufzunehmen mit dem Ziel, dass der Berechnung des Schallschutzes aus Vorsorgegesichtspunkten die prognostizierten höheren Verkehrszahlen des Bundesverkehrswegeplanes zugrunde gelegt werden. Bei einer dadurch notwendigen Verbesserung des Schallschutzes im Bereich Homberg sind zusätzliche Schallschutzwände, Flüsterasphalt und eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 100 Stundenkilometer mögliche Maßnahmen“, fordert Christian Wiglow.