Corona in NRW: Lolli-Tests in Grund- und Förderschulen

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Landesweit werden am 10. Mai in Primarschulen Pool-Tests durchgeführt. Foto: pixabay
Landesweit werden am 10. Mai in Primarschulen Pool-Tests durchgeführt. Foto: pixabay

Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen werden Grund- und Förderschüler ab Montag, 10. Mai, zwei Mal pro Woche per Lolli-Test auf eine mögliche Corona-Infektion getestet.   

Am Montag starten die PCR-Pool-Tests an nordrhein-westfälischen Grund- und Förderschulen mit der sogenannten Lolli-Methode. Darauf weist das NRW-Schulministerium hin. Nachdem die Lolli-Tests im März an 22 Kölner Schulen getestet worden sind, startet der Einsatz nun landesweit.

Der Speicheltest sei wesentlich angenehmer in der Durchführung und solle so für eine höhere Akzeptanz sorgen. Bezüglich der Zuverlässigkeit hat das NRW-Schulministerium keine Bedenken: „PCR-Pool-Tests, die mit der Lolli-Methode durchgeführt werden, funktionieren sogar etwas besser als Pool-Testungen normaler Nasen-Rachenabstriche“, so das Ministerium auf seiner Webseite.

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Das Testangebote gilt zunächst bis zu den Sommerferien. Eine Verlängerung ist möglich, wenn das Projekt positiv verläuft sowie in Abhängigkeit vom Pandemiegeschehen.

„Die Landesregierung hält Wort und wird ab Montag an den Schulen der Primarstufe die sogenannten Lolli-Tests einführen, welche die bisherigen Antigen-Schnelltests ersetzen“, so Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer. Sie seien kindgerechter und einfacher zu handhaben. „Die Lolli-Tests werden uns dabei helfen, Infektionen frühzeitiger als mit Selbsttests zu entdecken und Infektionsketten von vornherein in Schulen zu unterbrechen. Wir sichern damit den Schulbetrieb zusätzlich ab.“

Die Schülerinnen und Schüler lutschen 30 Sekunden lang auf einem Abstrichtupfer – laut NRW-Ministerium enthalten die Tupfer keine schädlichen Substanzen. In einem zweiten Schritt werden die Abstrichtupfer aller Kinder der Lerngruppe in einem Sammelgefäß zusammengeführt und als anonyme Sammelprobe (sog. „Pool“) noch am selben Tag in einem Labor nach der PCR-Methode ausgewertet.

„Diese Methode sichert ein sehr verlässliches Testergebnis“, so das Schulministerium. Zudem könne eine mögliche Infektion bei einem Kind durch einen PCR-Test deutlich früher festgestellt werden als durch einen Schnelltest, sodass auch die Gefahr einer Ansteckung rechtzeitiger erkannt werde.

Landesweit richtet sich das Test-Projekt an etwa 3.800 Schulstandorte. Täglich würde so 35.000 Pool-Testungen erforderlich. Kosten für die Eltern entstehen nicht.

Informationen zu den Lolli-Tests sowie ein FAQ stellt das NRW-Schulministerium online bereit unter: www.schulministerium.nrw/lolli-tests.