Renaturierung der Düssel im Neandertal geht weiter

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Die Renaturierung der Düssel zwischen Museum und Fundstelle geht weiter. Quelle: BRW
Die Renaturierung der Düssel zwischen Museum und Fundstelle geht weiter. Quelle: BRW

Neandertal. Die Umgestaltung der Düssel im Neandertal geht weiter. Darauf weist der Bergisch-Rheinische Wasserverband hin.

Auf einer Länge von etwa 200 Metern wird entlang des Fußwegs zwischen Museum und Fundstelle die Düssel naturnah umgestaltet und das Gewässer dabei gleichzeitig näher an den Fußweg verlegt. Es werden gebietstypische neue Auenbereiche geschaffen und durch die künftige Erlebbarkeit der Düssel wird das Landschaftsbild erheblich verschönert. Auch das „alte“ Düsselbett bleibt erhalten und wird bei höheren Wasserständen der Düssel als zusätzlicher Rückhalteraum genutzt.

Die Verlagerung und Umgestaltung des Gewässers ermögliche eine eigendynamische Entwicklung, die mittelfristig zu einer deutlich verbesserten Strukturgüte führen wird, so der Wasserverband. Die Nähe der geplanten Gewässertrasse zum Fußweg soll die fortwährenden Veränderungen des Gewässerentwicklungsprozesses erlebbar und eine Wanderung zur Fundstelle durch neue Landschaftseinblicke attraktiver machen.

Der "Masterplan" in der Übersicht. Quellen: Kreis Mettmann/BRW
Der „Masterplan“ in der Übersicht. Quellen: Kreis Mettmann/BRW

Für die naturnahe Umgestaltung des Gewässerabschnitts gemäß Wasserrahmenrichtlinie werden zuerst umfangreiche Erdarbeiten durchgeführt. Die beauftragte Fachfirma legt für die Dauer der Baumaßnahme Baustraße, Rampen und Dämme an, trassiert das neue Gewässerbett mit Auenbereich und baut die Verwallungen an den Anschlüssen zum alten Gewässerbett.

Danach übernehmen die Fachkräfte des BRW die wasserbaulichen Maßnahmen in Eigenregie. Sie legen durch Totholzeinbau, standortgerechte Bepflanzung als Initialbepflanzung und weitere strukturbildende Maßnahmen den Grundstein für eine eigendynamische ökologische Gewässerentwicklung. Zum Schluss erfolgt der Rückbau der temporären Baustraße und der beiden Dämme am Anfang und am Ende der Trasse, so dass die Düssel ihr neues Bett durchströmen kann. Das alte Bachbett wird als sogenannter Retentionsraum verbleiben und nur überströmt, wenn die Düssel einen höheren Wasserstand hat. Wenn das Wasser aus diesen Bereichen wieder abfließt, bilden sich ökologisch wertvolle Kleingewässer, die einen idealen Lebensraum für beispielweise Amphibien bieten.

Die Baustelleneinrichtungsfläche befindet sich auf dem Busparkplatz des Neanderthal-Museums. Der BRW bittet um Verständnis bei möglichen temporären Einschränkungen oder Belästigungen durch Staub und Lärm, die trotz sorgfältiger Planung und größtmöglicher Rücksichtnahme nicht ganz zu vermeiden sind.