Corona in Velbert-Birth: Die Piraten haben sich in einem offenen Brief unter anderem an Landrat Thomas Hendele gewandt. Foto: Kling
Corona in Velbert-Birth: Die Piraten haben sich in einem offenen Brief unter anderem an Landrat Thomas Hendele gewandt. Foto: Kling

Velbert/Kreis Mettmann. Die Piraten im Kreis Mettmann fordern in einem offenen Brief konsequentes Handeln gegen indische Virus-Variante.

„Wir sind hochbesorgt, dass sich die indische Variante in Velbert sowie im Kreis ausbreitet“, Thomas Küppers, Gruppensprecher der Piraten. „Nach Aussagen von Bewohnern und Einsatzkräften hätten einige der Covid-19 positiv getesteten Mitmenschen ihre Quarantäne nicht so ernst genommen“, meint Küppers. Es müsse genau verfolgt werden, wo sich die infizierte Person aufgehalten hat und wer möglicherweise noch in der Stadt oder im Kreis davon betroffen sein könnte.

„Ich bin der Auffassung, dass nun alles ausgeschöpft werden muss – auch wenn wir ein paar Menschen mehr dadurch Ungemach bereiten“, erklärt Thomas Küppers. Neben der Gefahr für Gesundheit und Leben, könne ansonsten auch die Öffnung von Schulen, Gastronomie und Geschäften gefährdet sein. „Das würde viele Menschen im Kreis stark treffen“, meint der Piraten-Gruppensprecher.

Ausgelöst durch die Situation rund um die Corona-Fälle in Velbert-Birth wenden sich die Piraten im Kreis Mettmann daher in einem offenen Brief an Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka, Landrat Thomas Hendele und Kreisdirektor Martin M. Richter. Sie schreiben:

„Sehr geehrter Herr Hendele, sehr geehrter Herr Richter, sehr geehrter Herr Lukrafka,

laut aktuellen Medienberichten sind am vergangenen Wochenende in Velbert 19 Personen aus vier Familien positiv auf Corona getestet worden. Eine Person davon ist positiv auf die indische Variante des COVID19-Virus getestet worden. Im Zuge dessen sind alle Bewohner der beiden Hochhäuser getestet und unter Quarantäne gestellt worden.

Hierbei haben wir Bedenken, dass tatsächlich nur Kontaktpersonen innerhalb der beiden Häuser betroffen sein könnten. Es ist eine intensive Kontaktnachverfolgung möglicher Infizierter und die Prüfung weiterer Ausbreitungsorte unabdingbar.
Als letztes Mittel muss auch über weitergehende Absperrungen nachgedacht werden.

​​​​Somit ist nach Auffassung der Piraten angezeigt und geboten, im Rahmen der Gefahrenabwehr den rechtlichen Rahmen auszuschöpfen und effektive Maßnahmen zu ergreifen, die eine weitere Ausbreitung der Virusmutation verhindern.​​​​​​​

Wir Piraten im Kreis fordern Sie daher dringend dazu auf, alle gesetzlichen Möglichkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz umgehend umzusetzen, damit die Ausbreitung der indischen Mutante nicht wieder zu einer steigenden Fallzahl im Kreis Mettmann führt.

Mit freundlichen Grüßen,

Noelle Fügler (Kreisverbandsvorsitzende)
Martin Schwarz (Fraktionsvorsitzender PIRATEN Stadtrat Velbert)
Thomas Küppers (Gruppensprecher PIRATEN Kreistag Mettmann)“