Corona-Inzidenz unter 50 – erstmals seit über einem halben Jahr

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Corona-Stufe 2: Liegt die Inzidenz
Corona-Stufe 2: Liegt die Inzidenz "stabil" bei 50 oder niedriger, winken weitere Lockerungen - so etwa eine Erhöhung der Kundenzahl pro Quadratmeter in den Geschäften. Foto: Volkmann

Kreis Mettmann. Die Corona-Inzidenz im Kreis Mettmann ist unter die Schwelle von 50 gefallen – erstmals seit über einem halben Jahr. Erneut winken Lockerungen, sollte der Trend für fünf Werktage gehalten werden.

Mehrere Tage bewegte sich die Corona-Inzidenz knapp über der für “Stufe 2” der Coronaschutzverordnung festgelegten Grenze von 50, nun hat es geklappt: Einen Wert von 45,3 meldet das Robert-Koch-Institut am heutigen Freitag für den Kreis Mettmann.  Vermutlich hat der Feiertag dabei mitgeholfen und es könnte zu verspäteten Meldungen kommen – geknackt ist die Grenze dennoch.

Die Schwelle ist somit erstmals seit über einem halben Jahr wieder unterschritten – zuletzt war das am 11. Oktober der Fall, damals meldete die Kreisverwaltung eine Inzidenz von 48,0. Anschließend stiegen die Corona-Fallzahlen und damit auch die Inzidenzwerte rasant. Die dritte Welle sollte mit Wucht über das gesamte Land. Nur rund einen Monat später, am 5. November, kratzte man im Kreis Mettmann bereits an der Grenze zur 200. Der Wert lag an jenem Tag exakt bei 197,3.

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Seit der zweiten Maiwoche sinken die Fallzahlen im Kreisgebiet deutlich. Damit wird nun wieder mehr möglich. Mit dem Monatsende fielen die Beschränkungen der Bundes-Notbremse, weil die Inzidenz “stabil” unter 100 lag – so verlangt es die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen, die gleichzeitig weitreichende Lockerungen ermöglichte. Shopping war plötzlich wieder ohne Test und Termin möglich, die Außengastronomie durfte unter festgelegten Hygieneregeln öffnen und sogar Freizeitaktivitäten im Kletterpark oder auf Minigolfanlagen wurden wieder erlaubt.

Weitere Entlastungen winken

Noch mehr Entlastung könnte nun das stabile Unterschreiten der 50er-Schwelle mit sich bringen. Auch dafür ist erforderlich, dass der Inzidenzwert fünf Werktage lang unter der Grenzmarke liegt.

Dann dürften mehr Kunden in die Einzelhandelsgeschäfte stürmen, Bäder und Saunen öffnen und Open-Air-Sportveranstaltungen mit bis zu 1.000 Zuschauern durchgeführt werden. Große Entlastungen gibt es dann auch für die Gastronomie, denn im Außenbereich wären keine Tests mehr notwendig. Diese bräuchte man dann für die Innengastronomie, die bei Erreichen der “Stufe 2” der Coronaschutzverordnung wieder öffnen dürfte.

Gewesen sein soll es das allerdings nicht: Weitere Lockerungen winken bei Unterschreiten der Inzidenz von 35 – auch diesen Wert hatte man im Kreis Mettmann zuletzt im Oktober registriert.

In weiter Ferne liegt allerdings immer noch die Corona-Inzidenz im Vorjahresvergleich, diese lag nämlich am 4. Juni 2020 bei 3,3 im Kreis Mettmann. Die Einhaltung von Hygiene- und Schutzregelungen bleibt daher angesagt.