Hilfe mit Internet, Smartphone und Co: Digitalpaten bringen Großeltern ins Netz

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Integrierter Browser, Netflix, Amazon Prime: Internet ist überall - auch am TV-Gerät kommt man nicht mehr am
Integrierter Browser, Netflix, Amazon Prime: Internet ist überall - auch am TV-Gerät kommt man nicht mehr am "World wide web" vorbei. Foto: Volkmann

Kreis Mettmann. Die „Digitalpaten“ des Vereins Arbeitsgemeinschaft der Verbraucher im Kreis Mettmann helfen insbesondere Seniorinnen und Senioren im Umgang mit Smartphone, Computer und Co. Ersten Kontakt gibt es telefonisch.

Browser, Cloud, Download, Streaming, Video-Chat oder Online-Banking – wer mit diesen Begriffen nichts anfangen kann, der könnte die digitale Wende bislang ignoriert haben. Dienstleistungen und Informationen gibt es heutzutage nicht nur, aber vor allem über das Internet. Genau das kommt ein neues Projekt ins Spiel, das sich vorrangig an jene wendet, die – bewusst oder unbewusst – mit der digitalen Entwicklung nicht in Berührung kamen oder nicht Schritt halten konnten.

„Viele Mitbürger kommen da nicht mehr mit“, so die Verbraucherorganisation „Arbeitsgemeinschaft der Verbraucher im Kreis Mettmann“. Helfen sollen dann Digitalpaten, ehrenamtlich Engagierte, die Unterstützung bieten beim Umgang mit Smartphone, Tablet, Computer oder „World wide web“.

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Passend zum Konzept kann ein erster Kontakt telefonisch erfolgen, dann unter der Mobilrufnummer 0176 4672 5541. Im Internet präsent ist die Arbeitsgemeinschaft dennoch: per E-Mail an info@digitalpaten.me oder über die Website www.wir-verbraucher.me gibt es Informationen für jene, die ihre ersten Gehversuche im „Web“ bereits hinter sich gebracht haben.

Engagierte helfen bei alltäglichen Herausforderungen

Die Digitalpaten wollen dabei nicht einfach nur der verlängerte Arm der Nutzer sein, sondern auch motivieren, sich mit dem Thema Digitalisierung zu beschäftigen. So sollen – unter Begleitung – Möglichkeiten und Chancen der digitalen Welt mittelfristig eigenständig erkundet werden. Als Zielgruppe ins Visier genommen hat sich die Arbeitsgemeinschaft insbesondere Seniorinnen und Senioren.

„Viele fürchten, mit den modernen Geräten nicht klarzukommen oder etwas falsch zu machen“, so die Arbeitsgemeinschaft. „Oft kennen sie die Geräte nicht und wissen deshalb nicht, wie sie funktionieren.“

Hilfe gibt es von den Digitalpaten dann ganz alltagspraktisch, etwa beim Ausfüllen von Formularen, Download von Dokumenten oder der Kommunikation mit Sprachassistenten wie Amazons Alexa.

Auch kreisangehörige Städte unterstützen die Idee bereits. Unter dem Motto „Digital Dabei – Gemeinsam Online“ wollen die Erkrath und Hilden gemeinsam mit der „Arbeitsgemeinschaft der Verbraucher im Kreis Mettmann“ das Konzept umsetzen. Finanzierungshilfe kommt dabei vom Kreis Mettmann. 25 Digitalpaten haben sich bereits entschlossen, hilfesuchenden Großeltern bei ihren Schritten in die digitale Welt zu begleiten – zusätzlich Unterstützung kommt dabei von fachlichen Experten, die bei besonders komplexen Fragestellung mit Ratschlägen zur Seite stehen.

Die Umsetzung des Angebots erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen örtlichen Nachbarschaftszentren und Begegnungsstätten. Dort sollen Listen mit den aktuellen Digitalpaten ausgelegt werden.