Corona-Lockerungen: “Stufe 1” für Landesinzidenz offiziell festgestellt

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NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ist erfreut über die positive Entwicklung der pandemischen Lage, mahnt jedoch weiterhin zu Vorsicht. Foto: Land NRW
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ist erfreut über die positive Entwicklung der pandemischen Lage, mahnt jedoch weiterhin zu Vorsicht. Foto: Land NRW

Düsseldorf. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat offiziell die “Stufe 1” für die Landesinzidenz festgestellt. Ab Freitag, 11. Juni, sind somit jene Lockerungen möglich, für die eine “Doppelinzidenzstufe 1” erforderlich ist. 

Der weitere Rückgang der Infektionszahlen sowohl in den einzelnen Regionen als auch auf Landesebene ermöglicht weitreichende Lockerungen in Kommunen, in denen die entsprechende Inzidenzschwelle an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten ist.

Nach den Regelungen der aktuell geltenden Coronaschutzverordnung und dem sogenannten Drei-Stufen-Modell kommt es ab Freitag, 11. Juni, in Nordrhein-Westfalen zu weiteren Öffnungsschritten. Vielerorts wird dann sogar ein Besuch der Innengastronomie ohne Test möglich sein. Auch Innensport kann dann ohne vorheriges negatives Testergebnis ausgeübt werden. Und: Kulturveranstaltungen mit bis zu 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern können wahlweise ohne Abstand oder ohne Test durchgeführt werden, Kulturveranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Test und Abstand.

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“Dies gilt für alle Kommunen mit der ‘Doppelinzidenzstufe 1′”, informiert das NRW-Gesundheitsministerium und konkretisiert: “Sowohl die Sieben-Tage-Inzidenz der kreisfreien Stadt bzw. des Kreises als auch die die Sieben-Tage-Inzidenz im Landesdurchschnitt liegt mindestens fünf Werktage in Folge unter dem Wert von 35”.

Die regionale Inzidenzstufe 1 mit einem Wert unter 35 gilt ab morgen in 14 weiteren Kreisen und kreisfreien Städten; die regionale Inzidenzstufe 2 hingegen neu in acht weiteren Kreisen und kreisfreien Städten – darunter ist auch der Kreis Mettmann zu finden, für den ab Freitag Lockerungen für die “stabile” Corona-Inzidenz unter 50 möglich sind.

Und auch die Landesinzidenz könnte für das Kreisgebiet in Kürze deutlich relevanter werden: Falls die lokale Inzidenz bis Samstag anhaltend unter 35 liegt, dürfte am Montag weiter gelockert werden. Vor allem für die Innengastronomie ist die “Doppelinzidenzstufe 1” dann wesentlich, um Besuche ohne vorherige Testung anbieten zu können.

Umgekehrt bedeutet das: Ab Freitag werden nur noch in drei Kreisen und kreisfreien Städten die Regelungen für die Inzidenzstufe 3 gelten. “Stand heute liegt von diesen Kommunen nur noch die Stadt Hagen oberhalb eines Inzidenzwertes von 50, so dass in den anderen drei Kommunen nach Ablauf von jeweils fünf Werktagen ebenfalls zum übernächsten Tag die Inzidenzstufe 2 erreicht werden wird”, teilt das NRW-Gesundheitsministerium mit.

Laumann: Jetzt nicht voreilig falsch abbiegen

“Ich bin sehr froh, dass sich die Infektionszahlen aktuell so positiv entwickeln”, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Dadurch komme es in Nordrhein-Westfalen nun automatisch zu weiteren Lockerungen.

Der Gesundheitsminister ergänzt: “Damit bewährt sich unsere neue Coronaschutzverordnung, die mit dem Drei-Stufen-Modell Planbarkeit geschaffen und neue Perspektiven eröffnet hat. Wir machen damit wichtige und deutliche Schritte in Richtung einer lang vermissten Normalität. Besonders wichtig ist mir, dass nun auch wieder zahlreiche Angebote in der Jugendarbeit, im Sport und in der Kultur möglich sind und dass wir für den Bereich Pflege und Krankenhaus klargestellt haben, dass Besuche grundsätzlich möglich sind”.

Laumann erinnert jedoch auch daran, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist: “Wir sind auf dem richtigen Weg. Daher dürfen wir jetzt nicht voreilig falsch abbiegen.”

Man müsse weiterhin vorsichtig sein und die “inzwischen längst eingeübten AHA+L-Regeln beibehalten”.

“Auch Schnelltests müssen weiterhin verwendet werden. Sie sind auf absehbare Zeit ein wichtiger Baustein, um die Öffnungsschritte ein Stück weit abzusichern und uns gegenseitig vor Infektionen zu schützen”, sagt Laumann.