“Essbare Stadt”: Förderung von Hochbeeten in der Nachbarschaft

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Essbare Stadt Ratingen Fördergelder
Hannah und Martin Silberberg mit den Kinder Matilda (7), Carla (4) und Johan (1) waren die ersten Paten für das Nachbarschafts-Hochbeet. Umweltdezernent Martin Gentzsch (links) hat sich vor Ort ein Bild vom Hochbeet gemacht und möchte noch weitere Paten zum Mitmachen motivieren. Foto: Stadt Ratingen

Ratingen. Obst und Gemüse gleich vor der Haustüre ernten und grüne Oasen in die eigene Straße bringen: mit dem Förderprojekt „Essbare Stadt – Hochbeet Nachbarschaft“ lädt die Stadt Ratingen Bürgerinnen und Bürger zum Pflanzen und Ernten ein. Das kostenlose Angebot für private Flächen ist mit den ersten Hochbeet-Paten gestartet, es werden aber noch weitere Paten im gesamten Stadtgebiet gesucht.

Noch bevor das neue Förderprogram „Essbare Stadt“ in den Ratsgremien im Mai beraten werden konnte, gingen beim Amt Kommunale Dienste schon die ersten Anfragen aus Homberg, Lintorf, Süd und Hösel ein. Meist Familien mit Kindern sind dabei, aber auch der TV Hösel macht mit. Sie übernehmen jeweils eine Patenschaft für ein Gemüse-Hochbeet.

Inzwischen wurden die ersten Bausätze aus nachhaltiger Forstwirtschaft inklusive biozertifiziertem Starterpaket mit Erde und Saatgut geliefert – dann hieß es aufbauen, aussäen und gießen. Die warme Witterung ließ die Aussaat geradezu sprießen, wie bei Familie Silberberg aus Ratingen-Süd. Vor allem das Smoothiegras schoss in die Höhe. Ergänzt wurde das Gemüse-Hochbeet kurzerhand um Erdbeeren, Minze und Gurke.

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Die fünfköpfige Familie Silberberg – Mutter Hannah, Vater Martin und die Kinder Matilda (7), Carla (4) und Johan (1) –  war die erste, die sich um eine Patenschaft beworben hatte, und freut sich sehr über die Förderung der Stadt. Auch Umweltdezernent Martin Gentzsch, der sich vor Ort ein Bild von dem Hochbeet machte, ist sicher, dass das Angebot weiterhin gut angenommen wird. Er motiviert zum Mitmachen: „Noch ist der Fördertopf gefüllt, sodass künftige Paten auch im Spätsommer und Herbst fleißig ernten können“.

Das Hochbeet geht in das Eigentum der Paten über, die im Gegenzug für mindestens zwei Jahre die Pflege übernehmen. Die Hochbeete aus langlebigem Kastanienholz haben eine Garantie von zehn Jahren. Der Standort auf dem jeweiligen Privatgrundstück ist so gewählt, dass jedermann aus der Nachbarschaft zum Naschen vorbei kommen kann. Und das ist auch so gewollt. Ein Schild weist auf das Projekt „essbare Stadt – Naschen erlaubt“ hin.

Wer Interesse hat, Hochbeet-Pate zu werden, kann sich bei Klaus Mönch von der Abteilung Umwelt-, Klima-, und Naturschutz, unter der Rufnummer 02102 550 6734 oder per E-Mail an klaus-dieter.moench@ratingen.de informieren oder bewerben. Benötigt werden die Kontaktdaten des Paten, ein Foto vom Standort – dieser muss öffentlich zugänglichen sein – und das Einverständnis der Datenweitergabe an die ausliefernde Spedition. Mit der Bewilligung per E-Mail erhält der Pate weitere Informationen zur Lieferung sowie zu den Förderbedingungen.