Ersthelfer rettet Frau vor dem Ertrinken

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Das überflutete Gelände eines Altenheims. Foto: Feuerwehr Mettmann
Das überflutete Gelände eines Altenheims. Foto: Feuerwehr Mettmann

Mettmann. Aufgrund der Wetterlage ist die Mettmanner Wehr mehrfach zu Einsatz im Stadtgebiet ausgerückt. Dramatisch war ein Vorfall an einem Seniorenheim an der Talstraße. 

Zu Spitzenzeiten waren 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 15 Fahrzeugen zur
Abarbeitung der Einsatzstellen unterwegs. Glimpflich ging ein Vorfall an der Talstraße aus. Dort rettete ein Ersthelfer eine Frau vor dem Ertrinken.

Am Morgen ist die Feuerwehr Mettmann nach eigenen Angaben gegen 2.40 Uhr zu einer, unter einem Baum eingeklemmten Frau an einem Seniorenheim auf der Talstraße gerufen worden.

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„Durch die starken, anhaltenden Regenfälle in der Nacht war der Mettmanner Bach über die Ufer getreten und Wasser in das Seniorenheim eingedrungen“, berichtet Marco Zerweiss, Leiter der Feuerwehr. Beschäftigte hätte versucht, mit Hilfe von Sandsäcken, das Gebäude vor den Wassermassen zu schützen.

Während der Arbeiten stürzte ein Baum auf eine Mitarbeiterin. Die Frau wurde unter dem Baum begraben und eingeklemmt. Sie konnte sich nicht eigenständig befreien.

„Lebensbedrohlich wurde die Situation für die Eingeklemmte, als das nachfließende
Wasser auf dem Gelände weiter anstieg“, so Zerweiss. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte hielt ein Ersthelfer den Kopf der Mitarbeiterin über Wasser – und verhinderte so ein Ertrinken.

Die Mettmanner Feuerwehr befreite die eingeklemmte Frau. Anschließend wurde sie schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Ersthelfer wurden an der Einsatzstelle durch Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst betreut.

Im Anschluss übernahm die Feuerwehr Mettmann die weiteren Sicherungsmaßnahmen
des Seniorenheims. Hierzu wurden zusätzliche Sandsäcke und mehrere Pumpen
eingesetzt.

Während die Einsatzkräfte noch an der Talstraße beschäftigt waren, kam es zu weiteren zahlreichen Meldungen unwetterbedingter Einsätze im Stadtgebiet. An etwa 50 Stellen mussten Keller und Tiefgaragen ausgepumpt, Straßeneinläufe gesichert und Aufzüge außer Betrieb gesetzt werden. Des weiteren wurde am Karpendeller Weg das Fundament einer Begrenzungsmauer unterspült, sodass diese teilweise umstürzte. Mit Unterstützung des Baubetriebshofes wurde der Bereich gesichert und die Mauer teilweise abgetragen. Die Einsatzleitung ließ aufgrund der Vielzahl an Einsätzen und des damit verbundenen notwendigen Kräfteansatzes Stadtalarm über Sirene auslösen.