Kerstin Griese setzt auf eine Ampelkoalition mit Kanzler Scholz

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Möchte die Große Koalition gerne gegen eine Ampelkoalition mit Olaf Scholz als Kanzler eintauschen: Kerstin Griese. Foto: Kling

Kreis Mettmann. Kerstin Griese strebt keine Fortführung der Großen Koalition an. Auf die Frage, ob es nach der nächsten Bundestagswahl eine Neuauflage des Bündnisses geben werde, antwortete die SPD-Politikerin: „Bitte nicht!“

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Die Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretärin hat in dieser Woche ihr Programm und ihre Pläne für die nächsten Wochen bis zur Wahl vorgestellt. Im Jahr 2000 zog Griese erstmals als Nachrückerin in den Bundestag ein, dem sie seitdem bis auf ein knappes Jahr Unterbrechung (2009/2010) angehört.

Seit März 2018 ist die Sozialpolitikerin Mitglied der Bundesregierung. Hubertus Heil ernannte sie seinerzeit zur parlamentarischen Staatsskretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Als größten politischen Erfolg nennt sie die Einführung der Grundrente, die erfreulichste Überraschung ist für Griese, dass dank Kurzarbeit der Arbeitsmarkt trotz Corona stabil gehalten werden konnte.

Die Klimakatastrophe zu verhindern, nennt die Abgeordnete als größte Herausforderung und will „einen wirksamen Klimaschutz in einer modernen Wirtschaft mit guten Arbeitsplätzen durchsetzen“.

Seit vielen Jahren gibt es schon die Reihe „Kerstin Griese trifft…“, die jetzt auch wieder mit Live-Veranstaltungen stattfinden soll, nicht mehr nur digital. „Ihr Minister“ Hubertus Heil ist auch gleich erster Gesprächspartner: am 14. September ab 10 Uhr in Velbert auf dem Karrenberg-Platz. Thomas Kutschaty trifft sie am 18. September in Ratingen, Umweltminsterin Svenja Schulze am 21. September in Heiligenhaus.

Auch „Kerstins Sommer-Tour“ wird es wieder geben: Die Abgeordnete besucht schon ab nächste Woche verschiedene Einrichtungen in allen Orten ihres Wahlkreises.

Ihr Herzensthema – „eine Gesellschaft des Respekts und ein bürgernaher Sozialstaat“ – will sie ebenfalls in den kommenden Wochen in den Wahlkampf einbringen. Kerstin Griese freut sich darüber, dass Olaf Scholz inzwischen „bei allen Umfragen vorne“ liege. Und sie hofft darauf, dass sich dieser Wunsch der Menschen auch noch im Ergebnis für die SPD niederschlagen werde.

Sie bewerbe sich natürlich auch darum, ihren Wahlkreis direkt zu gewinnen, auch wenn es diesmal wohl so spannend werde wie selten zuvor. Wunschergebnis nach der Wahl ist für Kerstin Griese „eine Ampelkoalition mit Olaf Scholz als Kanzler“.