Heute: Straßentheater in Velbert und Theaterspaziergänge in Heiligenhaus

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Theatermacherin Ute Kranz hat für Heiligenhaus ein eigenes Theaterstück geschrieben. Foto: Mathias Kehren
Theatermacherin Ute Kranz hat für Heiligenhaus ein eigenes Theaterstück geschrieben. Foto: Mathias Kehren

Velbert/Heiligenhaus. Heute, 3. September, macht die „neanderland BIENNALE“ Station in Velbert und Heiligenhaus. Noch bis 16 Uhr treten „Die Servicepioniere“ zwischen Offersplatz und „StadtGalerie“ auf. In Heiligenhaus startet um 16 und um 19 Uhr ein Theaterspaziergang vom Rathausplatz bis zum Museum Abtsküche unter dem Titel „Wenn Enegle reisen…“.

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„Schöner Warten“ – Velbert

Von 10 bis 16 Uhr gibt es in Velbert auf dem Platz zwischen dem Forum Niederberg und dem Eingang zur „StadtGalerie“ ein Wiedersehen mit dem Kölner Urban Art Ensemble „Die Servicepioniere“ in Kooperation mit foolpool. Bei der letzten „BIENNALE“ begeisterten sie ihr Publikum in einem Linienbus mit dem Western „Long John auf der Flucht“.

Diesmal bringen sie zwei rote englische Telefonzellen mit, die Schauplatz ihrer philosophischen Kunstinstallation „Schöner Warten“ sind und laden dazu ein die besondere Kunst des Wartens zu entdecken. Denn Warten hat eine existentielle Dimension. Sobald wir geboren sind, warten wir auf unseren Tod. Wir können versuchen, die Zeit totzuschlagen, es wird uns aber nicht gelingen. Obwohl Warten mit Hoffnung verbunden ist, wird es nicht selten als leere oder gestohlene Zeit erlebt, als langweilig, ja quälend.

Aber das Warten kann auch einen Freiraum bieten für Reflexion, Kreativität und Entschleunigung. Die Anrufer der SCHÖNER WARTEN Hotline landen in einem interaktiven Telefonhörspiel: in der „Wart Academy“ erfahren sie Wissenswertes über die Geschichte der Warteschleife. Wer sich in Geduld üben will, kann sich Kafkas „Vor dem Gesetz“ anhören und wenn Sie sich entspannen wollen, wählen Sie ein Medley der schönsten Wartesongs an. In einer Ruhezone neben der Telefonzelle haben die Gäste die Gelegenheit, in einer Siesta selbst zu warten. Ein Gastspiel, das neugierig macht und Passanten zum Anhalten und „Mitwarten“ animiert.

Theaterspaziergang – Heiligenhaus

In Heiligenhaus wird am Freitag jeweils um 16 und 19 Uhr ein Theaterspaziergang vom Rathausplatz bis zum Museum Abtsküche angeboten. Unter dem Titel „Wenn Engel reisen…“ hat Theaterpädagogin und Regisseurin Ute Kranz exklusiv für die „neanderland BIENNALE“ ein interaktives Theaterspektakel entwickelt.

Was suchen wohl Engel, die in Heiligenhaus landen? Eine Arbeit? Oder ein Fest? Oder das Paradies? All das findet sich wirklich in Heiligenhaus. Auch Engel gibt es natürlich. Wir erkennen sie nur nicht immer auf Anhieb. Aber sie können in jeder Zeit und in jeder Person auftauchen. Besucher können die kleinen Wunder entdecken, die im Vorgarten warten und herausfinden, was sie mit den Menschen von 1950 verbindet. Dabei können sie auf den Spuren von Poesie und Arbeit wandern.

Das Leben ist ein Fest in Heiligenhaus, und wer Engel sucht, findet auch welche. Geführt von der Regisseurin Ute Kranz spazieren die Gäste vom Schlotschmet-Denkmal zur Abtsküche, dem Eingang vom Paradies. Im Vorfeld hat die Theaterpädagogin aus Velbert Geschichten von Heiligenhausern gesammelt und lokale Gruppen und Künstler zum Mitmachen angestiftet, die für unterhaltsame Überraschungen am Wegesrand sorgen. An ausgewählten Stationen begegnet die „Reisegruppe“ den wandelbaren Engeln, die kleine Szenen spielen, die sich aus Ute Kranz‘ Gesprächen entwickelt haben.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, festes Schuhwerk empfiehlt sich für den Fußmarsch. Die Teilnehmenden werden am Ende um Spenden gebeten.

Für alle Biennale-Veranstaltungen gilt: Einlass nur für Geimpfte, Genesene, Getestete (Schnelltest nicht älter als 24 Stunden); Maskenpflicht außer am Sitz- oder Stehplatz. Die Zuschauer werden gebeten, die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten, entsprechende Nachweise sowie einen Personalausweis am Einlass bereit zu halten.