Erste-Hilfe im Notfall: Nicht nur eine moralische Pflicht

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Im Notfall geht es darum, Erste-Hilfe leisten zu können - in Kursen kann man das trainieren. Foto: Volkmann
Im Notfall geht es darum, Erste-Hilfe leisten zu können - in Kursen kann man das trainieren. Foto: Volkmann

Mettmann. Am Samstag ist der Welt-Erste-Hilfe-Tag begangen worden. Auch das Deutsche Rote Kreuz im Kreis Mettmann appellierte angesichts des Aktionstages: “Ein Erste-Hilfe-Kurs im Leben ist viel zu wenig.”

Erste Hilfe sei nicht nur im Straßenverkehr wichtig, sondern auch in vielen anderen Lebenslagen, so das Mettmanner Rote Kreuz. Jüngst gezeigt habe das der plötzliche Zusammenbruch des dänischen Nationalspielers Christian Eriksen während der Fußball-Europameisterschaft. “Ein schnelles und korrektes Eingreifen rettet Leben”, so das DRK am Welt-Erste-Hilfe-Tag, der jährlich am 11. September daran erinnern soll, die Grundlagen und wichtigsten Handgriffe für Notfälle regelmäßig aufzufrischen. Das Deutsche Rote Kreuz im Kreis Mettmann bietet dafür entsprechende Erste-Hilfe-Kurse an.

Die meisten Besucher eines Erste-Hilfe-Kurses des DRK benötigen diesen zum Erwerb des Führerscheins. „In den letzten Monaten kommen aber auch immer mehr Eltern zu uns, die für einen Notfall in der Familie vorbereiten sein wollen. Vielleicht hat die Corona-Pandemie für die Relevanz der Ersten Hilfe sensibilisiert“, beobachtet Sabrina Berk, Verantwortliche des DRK-Bildungszentrums Mettmann.

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Diese Tendenz sei gut, denn „ein Erste-Hilfe-Kurs im Leben ist viel zu wenig. Das Gelernte ist in wenigen Jahren vergessen und man steht im Notfall hilflos da“, so Sabrina Berk. Während Ersthelfer in Betrieben ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre auffrischen müssen, ist das bei Führerscheinbewerbern nicht der Fall. Das Deutsche Rote Kreuz ruft daher dazu auf, regelmäßig seine Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. „Das geht schnell, kostet nicht viel und es gibt einem das gute Gefühl, beim nächsten Notfall anpacken zu können, statt hilflos daneben zu stehen“, stellt Sabrina Berk heraus.

Im Notfall Erste-Hilfe zu leisten, ist in Deutschland nicht nur eine moralische Pflicht, sondern wir sind dazu auch rechtlich verpflichtet. „Wir machen unsere Teilnehmer erst theoretisch fit und gehen dann in praktische Übungen über, um den Ernstfall möglichst realistisch zu trainieren. Auch wenn Erste Hilfe ein ernstes Thema ist, darf der Spaß am Tun nicht fehlen – dafür sorgen unsere Ausbilder und Ausbilderinnen“, erklärt Sabrina Berk.

Kurse trotz Corona

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie konnte die Erste-Hilfe-Ausbildung mit den entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln weitergehen. Neben regulären Erste-Hilfe-Kursen für zum Beispiel den Führerschein, bietet das DRK im Kreis Mettmann auch einen Spezialkurs für die Erste Hilfe am Kind an. Ein weiteres Angebot richtet sich an die Kleinsten: Die DRK-Teddyklinik führt Kindergartenkinder spielerisch an die Untersuchungen und Abläufe beim Arzt oder in der Klinik heran, um ihnen so die Angst zu nehmen. Im DRK Kreisverband Mettmann e. V. wurden in 2021 bereits 2.022 Menschen in 381 Erste-Hilfe-Kursen geschult.

Ansprechpartner bei Fragen rund um das Erste-Hilfe-Kursangebot des DRK- Kreisverband Mettmann e. V. sind: Sabrina Berk und Anja Finkelmeier, Bildungszentrum (02104 2169 27 oder ausbildung@DRK-mettmann.de). Informationen zum Kursangebot unter: www.drk-mettmann.de.