1.700 Jahre Judentum in Deutschland – Ausstellung und Veranstaltungen

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Grafik (Ausschnitt): Gemeinde St. Michael und Paulus Velbert
Grafik (Ausschnitt): Gemeinde St. Michael und Paulus Velbert

Velbert. 1.700 Jahre Judentum in Deutschland. Die Katholische Kirchengemeinde St. Michael und Paulus in Velbert widmet sich der jüdischen Geschichte in Deutschland mit einer Ausstellung vom 27. September bis zum 10. Oktober und einer Veranstaltungsreihe in der Pfarrkirche St. Marien Mittelstraße 7.

Am 21. Februar eröffnete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Kölner Synagoge die Ausstellung 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. „In diesem Festjahr gibt es so unendlich viel zu entdecken und wiederzuentdecken”, so der Bundespräsident in seiner Ansprache. “Ob in der Philosophie, in der Literatur, Malerei und Musik, in der Wissenschaft, der Medizin, in der Wirtschaft, Juden haben unsere Geschichte mitgeschrieben und geprägt.“

In diesem Festjahr sollen rund 1.000 Veranstaltung dazu beitragen, das bunte jüdische Leben von heute darzustellen. Daran knüpft die Ausstellung und Veranstaltungsreihe der Gemeinde St. Marien und Paulus an. Neben der Ausstellung, die am 27. September eröffnet wird, sind folgende Veranstaltungen vorgesehen:

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Montag, 27. September, 19.30 bis 21 Uhr: „Den Willen unseres Vaters im Himmel tun“ – Herausforderungen auf dem Weg zu einer Partnerschaft zwischen Juden und Christen

Vortrag und Gespräch mit Dr. Werner Höbsch: Es werden Entwicklungen des Verhältnisses zwischen Judentum und Christentum nach 1945 in den Blick genommen, die Frage nach der aktuellen Situation im jüdisch-christlichen Dialog aufgegriffen und nach möglichen Zukunftsperspektiven im Verhältnis beider Religionen gefragt.

Montag, 4. Oktober, 19.30 bis 21 Uhr:  Massel und Schlamassel – über die jiddische Sprache und den jüdischen Witz. Vortrag von Dr. Ludger Heid über die jiddische Sprache. “Jiddisch ist eine Kultursprache, derer sich Schriftsteller bedient haben, die mit ihr Weltliteratur schufen. Der jüdische Witz ist ohne das Jiddisch gar nicht denkbar und versteht sich aus dem Wunsch, die alltäglichen Bedrückungen zu kompensieren”, so der Referent.

Mittwoch, 6. oktober, 19.30 bis 21 Uhr: Gekommen um zu bleiben – Jüdisches Leben in Deutschland heute. Michael Rubinstein referiert über das vielfältige jüdische Leben im heutigen Deutschland – mit Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen. Anhand seiner persönlichen Eindrücke und langjährigen Erfahrungen im Hauptamt jüdischer Organisationen gewährt Michael Rubinstein einen tieferen Einblick in das heutige jüdische (Gemeinde-) Leben in Deutschland “zwischen Alltag und Antisemitismus” – mit all seinen Chancen, Schwierigkeiten und Perspektiven.