Panorama-Radweg ist Geh- und Radweg – Polizei und Stadt Heiligenhaus werben um Rücksichtnahme

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Dirk Ollegott, Bezirksbeamter der Polizei, Stadtplaner Michael Krahl, Saskia Pletsch und Jens Jaraczewski-Kuhlen (beide Verkehrsunfallprävention der Kreispolizeibehörde Mettmann) haben die Aktion vorgestellt. Foto: Mathias Kehren
Dirk Ollegott, Bezirksbeamter der Polizei, Stadtplaner Michael Krahl, Saskia Pletsch und Jens Jaraczewski-Kuhlen (beide Verkehrsunfallprävention der Kreispolizeibehörde Mettmann) haben die Aktion vorgestellt. Foto: Mathias Kehren

Heiligenhaus. Die Stadt Heiligenhaus hat jetzt auf ihrem Streckenabschnitt des Panorama-Radwegs große Piktogramme aufmalen lassen. Damit soll an die gegenseitige Rücksichtnahme aller Nutzer appelliert werden.

Schnelle und langsame Radfahrer, Spaziergänger, Läufer, Kinder mit Rollern oder Skates und Familien mit Kinderwagen – der Panorama-Radweg ist beliebt und wird vielfältig genutzt. Der große Erfolg der zum Rad- und Gehweg umgebauten ehemaligen Bahntrasse fordert von den Nutzern aber auch gegenseitige Rücksichtnahme.

Gerade an schönen Wochenenden kann es auf den drei Metern schon mal eng werden. “Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass es sich bei dem Panorama-Radweg weder um einen Radschnellweg, noch um einen Spielplatz, sondern um einen gemeinsamen Fuß- und Radweg handelt”, erklärt Polizeihauptkommissarin Saskia Pletsch von der Verkehrsunfallprävention der Kreispolizeibehörde Mettmann.

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“Radfahrer beschwerten sich über die Fußgänger, die nicht ausreichend Platz machen würden. Fußgänger beschwerten sich über Radfahrer, die mit überhöhtem Tempo vorbeirauschen. Radfahrer beschweren sich über Jogger, die ihr Klingeln nicht hören, weil sie beim Laufen Ohrstöpsel zum Musikhören tragen”, ergänzt Pletschs Kollege Jens Jaraczewski-Kuhlen, mit dem sie gemeinsam die Kampagne “FAIRkehr auf dem Panorama-Radweg” ins Leben gerufen hat.

Neben mehreren Kontrolleinsätzen waren die Experten der Verkehrsunfallprävention im Rahmen der Kampagne auch mit Info-Ständen am Wegesrand präsent und suchten gezielt das Gespräch mit den Menschen. Immer wieder sei dabei die fehlende gegenseitige Rücksichtnahme bemängelt worden.

Auch die Stadt Heiligenhaus hat das Problem erkannt – und gehandelt. Denn die Piktogramme setzen genau an diesem Punkt an. Dazu der Leiter des Fachbereichs für Straßenbau und Liegenschaften der Stadt Heiligenhaus, Michael Krahl: “Der plakative Aufdruck ‘Gemeinsam mit Rücksicht’ soll alle Nutzerinnen und Nutzern auf dem Geh- und Radweg daran erinnern, dass eine sichere Nutzung nur gemeinsam erreicht werden kann.”

Acht der auffälligen Piktogramme, die dem bekannten Verkehrsschild entsprechend Fußgänger und Radfahrer auf blauem Grund zeigen, sind auf dem Heiligenhauser Trassenabschnitt aufgemalt worden. Mit je rund anderthalb Quadratmetern Größe sind die aufgemalten Wegzeichen sehr auffällig.