Prozessbeginn: Tödlicher Streit über Volkshelden Massoud

56
Blick auf das Gebäude, in dem sich Landgericht, Amtsgericht und Arbeitsgericht befinden. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild
Blick auf das Gebäude, in dem sich Landgericht, Amtsgericht und Arbeitsgericht befinden. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Essen. Zwei Gruppen junger Männer treffen in Gelsenkirchen aufeinander. Einer stirbt. Die Staatsanwaltschaft glaubt an einen politischen Hintergrund. Jetzt beginnt der Prozess.

Am Essener Landgericht beginnt am Mittwoch ein Mordprozess mit einem möglicherweise politischen Hintergrund. Angeklagt sind drei Männer mit afghanischen Wurzeln, die am 15. Januar 2021 in Gelsenkirchen einen 19-Jährigen erstochen und einen weiteren Mann schwer verletzt haben sollen. Auslöser war nach Informationen des Gerichts ein Streit darüber, ob man sich auf den afghanischen Nationalhelden Ahmad Shah Massoud berufen dürfe, der in den 1990er Jahren Widerstand gegen die militant-islamistischen Taliban geleistet hat. Seine Grabstätte in Panjshir war Anfang September von den Taliban zerstört worden.

-Anzeige-