Weniger Wohnungseinbrüche in NRW: Rückgang um 37 Prozent

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Ein Mann demonstriert in der polizeilichen Beratungsstelle, wie Einbrecher Fenster aufhebeln. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild
Ein Mann demonstriert in der polizeilichen Beratungsstelle, wie Einbrecher Fenster aufhebeln. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild

Düsseldorf. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in Nordrhein-Westfalen im ersten Halbjahr erstaunlich stark gesunken. Dafür kommen mehrere Ursachen in Betracht.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in Nordrhein-Westfalen nach jahrelangem Rückgang erneut stark gesunken. Im ersten Halbjahr 2021 registrierte die Polizei nur noch 9030 Einbrüche und Einbruchversuche. Das waren 37 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Im ersten Halbjahr 2020 waren noch 14.360 Fälle registriert worden. Das geht aus Zahlen des Landeskriminalamts (LKA) und Berechnungen der Deutschen Presse-Agentur hervor. Damit hat sich der Rückgang, der zuletzt etwas abgeflaut war, wieder stark beschleunigt.

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Die Polizei schloss nicht aus, dass es sich bei den Halbjahreszahlen um ein Rekordtief handelt: Zumindest seien es die niedrigsten Fallzahlen seit 18 Jahren. Auch die Zahl der Einbrüche insgesamt sank: Nach 35.600 in der ersten Jahreshälfte des Vorjahres auf knapp 28.000. Das entspricht einem Rückgang um 21,5 Prozent.

Als Ursache führte das LKA mehrere Möglichkeiten an: Neben verbesserter Sicherungstechnik an und in den Immobilien könnten auch die polizeilichen Konzepte und Kampagnen eine Rolle spielen.

Auch die Corona-Maßnahmen seien als Ursache nicht auszuschließen, weil die Menschen ihre Zeit überwiegend zu Hause verbrachten. Das traf allerdings zeitweise auch schon im ersten Halbjahr 2020 zu. Das LKA wies darauf hin, dass es sich um vorläufige Zahlen handelt, die von der qualitätsgesicherten Jahresstatistik abweichen können.