Impfzentrum schließt: DRK-Einsatz endet nach 233 Tagen

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Sichtlich stolz sind die Helfenden des DRK: Als das Impfzentrum in Betrieb ging, lag Schnee. Foto: DRK-Kreisverband
Sichtlich stolz sind die Helfenden des DRK: Als das Impfzentrum in Betrieb ging, lag Schnee. Foto: DRK-Kreisverband

Kreis Mettmann. Mit der Schließung des Impfzentrums in Erkrath endet für das Deutsche Rote Kreuz ein 233-tägiger Dauereinsatz. 

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Kaum ein Einsatz sei so lang und so intensiv gewesen, wie der im Impfzentrum in Erkrath-Hochdahl, resümiert man beim Deutschen Roten Kreuz im Kreis Mettmann. Am 30. September schließt das Impfzentrum am Timocom-Platz.

„In den knapp acht Monaten gab es stressige Momente, in denen lange Warteschlagen bedingt durch den hohen Zulauf und Unsicherheiten durch immer neue Verordnungen abgefangen werden mussten“, so das Fazit des DRK. Zu Hochzeiten sei das Impfzentrum im Zweischichtbetrieb gelaufen – an sieben Tagen in der Woche. Täglich waren dafür 32 DRK-Helfende zusammen mit dem Personal des Kreises im Einsatz. Das DRK im Kreis Mettmann zählt eindrucksvolle 48.000 Einsatzstunden.

„Durch die Zeit im Impfzentrum ist die DRK-Familie aber auch größer geworden2, freut man sich bei der Hilfsorganisation. „Menschen, deren Verdienstmöglichkeiten eingeschränkt oder weggebrochen waren, fanden im Impfzentrum eine neue Aufgabe“.

Impfzentrum eingerichtet, dann ging es los

Unter anderem die DRK-Kräfte haben dafür gesorgt, dass es lief im Impfzentrum in Erkrath. Foto: DRK
Unter anderem die DRK-Kräfte haben dafür gesorgt, dass es lief im Impfzentrum in Erkrath. Foto: DRK

Beinahe von heute auf morgen war das Impfzentrum im Gebäude des IT-Unternehmers Timocom am gleichnamigen Platz am 15. Dezember 2020 einsatzbereit gemacht worden – „lediglich der Impfstoff ließ auf sich warten“, so das Rote Kreuz. Nachdem das DRK schon beim Aufbau involviert war, stellte es von Beginn an den Großteil des Personals. Nach einem erfolgreichen Probelauf am 25. Januar 2021 ging es Anfang Februar los und die ersten Impfungen wurden vorgenommen.

Ehrenamtliches Personal hatte zunächst die Arbeit erledigt. Durch das immer größer werdende Pensum habe man allerdings zusätzlich ein Hauptamt aufbauen müssen. „Das Rote Kreuz in Mettmann hatte in Spitzenzeiten 140 zusätzliche Einsatzkräfte für die Corona-Einsätze eingestellt“, heißt es. „Ein Teil davon waren Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter, die im Umgang mit Menschen und im Bereich der Ersten-Hilfe geschult sind.

Auch das eine oder andere bekannte Gesicht aus dem Kreis Mettmann half mit: Neben Constanze Backes von der Kulturvilla Mettmann unterstützte die Tätowiererin Anna Barthmann im Impfzentrum – letztere entdeckte ihre Leidenschaft für den Rettungsdienst. Entsprechend ihrer Interessen sei sie geschult und zur Rettungssanitäterin weitergebildet worden.

Ausgestattet wie ein Rettungswagen

Neben der Unterstützung im Ablauf des Impfzentrums und der Betreuung der Besucher war das DRK auch für die Besetzung der Sanitätsräume durch Rettungspersonal zuständig. Dabei war das Impfzentrum ausgestattet wie ein Rettungswagen. Denn: Es musste jederzeit fachlich fundiert Hilfe geleistet werden können, egal ob Impfreaktion, Herzinfarkt oder Krampfanfall.

„An dieser Stelle geht ein herzlicher Dank an die DRK-Ortsvereine im Kreis Mettmann, die nicht nur mit fachkundigem Personal, sondern auch mit Material unterstützt haben“, so der Kreisverband des DRK. Hinter den Kulissen, in der Kreisgeschäftsstelle, ging es ebenfalls geschäftig zu: „So viele zusätzliche Mitarbeitende wollten erst einmal gefunden werden“, erklärt die Hilfsorganisation zu einer der für die meisten Impflinge unsichtbaren Herausforderungen. „An so einigen langen Nachmittagen wurden Vorstellungsgespräche vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet. In kürzester Zeit wurden Verträge erstellt, unterschrieben und zur Abrechnung weitergeleitet. Besonders die Beschaffung von Einsatzbekleidung für die 140 Kräfte war im Lockdown eine echte Herausforderung.“ Die Mammutaufgabe hatte das DRK mit nur zehn Personen gestemmt.

Und nach der Schließung? „Das Rote Kreuz bleibt im Corona-Einsatz“, so der Kreisverband der Hilfsorganisation. „Wir unterstützen weiter bei den mobilen Impfungen und bei den Corona-Beprobungen im Kreis Mettmann. Daher wird weiterhin das DRK-Impfmobili m Kreisgebiet anzutreffen sein. Ebenfalls werden die Probeentnahmestellen in Hilden, Ratingen und Velbert weiter bestehen bleiben und durch das DRK betrieben.“