Soleier und Käseigel zum 75-Jährigen der Wülfrather AWO

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Die Wülfrather AWO lädt ein zum Bürgerfest: Cornlia Weimar, Fotograf F. Thomas Müller, Peter Zwilling. Foto: Kling

Wülfrath. Seit 75 Jahren gibt es die Arbeiterwohlfahrt in Wülfrath. Das soll gefeiert werden: am Samstag, 9. Oktober, von 11 bis 20 Uhr mit einem Bürgerfest.

An den Wänden im AWO-Heim an der Schulstraße hängen die Bilder einer neuen Ausstellung. „Wülfrath gestern und heute“ heißt sie und ist eigens zum 75. Geburtstag entstanden. AWO-Vorsitzender Peter Zwilling hat den Hobbyfotografen F. Thomas Müller dafür gewinnen können.

Denn schon Müllers verstorbener Vater Werner war leidenschaftlicher Fotograf und Sammler alter Aufnahmen. Diesen Fotos von „gestern“ hat Thomas Müller Aufnahmen von „heute“ gegenübergestellt. Genauer gesagt stehen bei den 33 Aufnahmen in jeweils einem Rahmen oben die historischen Fotos und unten ihre Entsprechung in der Gegenwart.

Diese Gegenüberstellung macht das Betrachten der alten Aufnahmen noch reizvoller, weil die Betrachter gleich erfahren, wie es an der Stelle heute aussieht. Diese Ausstellung ist schon jetzt, beim Bürgerfest am Samstag kommender Woche und noch darüber hinaus in den Räumen an der Schulstraße zu sehen. Und sie soll auch bei anderen Gelegenheiten gezeigt werden.

Zum Jubiläum hat die AWO eine Jubiläumsschrift herausgegeben, die in diesen Tagen erscheint. In diesem „AWO-Treff“ erinnert Bürgermeister Rainer Ritsche daran, dass ja bereits 2019 das 100-jährige Bestehen der Arbeiterwohlfahrt bundesweit gefeiert wurde. Der Wülfrather Ortsverein bringt es in diesem Jahr auf ein Dreivierteljahrhundert.

Gegründet wurde er von Sozialdemokraten, berichtet AWO-Vorsitzender Peter Zwilling. Ein Zeitungsbericht von 1976, abgedruckt im Jubiläumsblatt, erinnert an die Anfänge der Arbeiterwohlfahrt, die ins Leben gerufen wurde, um die Not der Menschen, insbesondere der Arbeiter zu lindern. Der 1963 gegründete Altenclub sei beispielsweise „mehr oder minder eine Wärmestube gewesen“, schreibt der Autor des Berichts von 1976.

Das Bürgerfest am 9. Oktober ist offen für alle. Es gilt die 3-G-Regel. „Aber unsere Besucher sind sowieso alle geimpft“, weiß Cornelia Weimar, die Leiterin der Tagesstätte, die inzwischen wieder ihren „ganz normalen Betrieb“ nach der langen Corona-Pause aufgenommen hat.

Zu Beginn des Festes sprechen der Bürgermeister und der AWO-Kreisvorsitzende Klaus Kaselofsky. Nach einem Blick in die Geschichte durch Peter Zwilling und Ulrike Romund gibt es Suppe als Mittagsessen.

Der MGV Sängerkreis tritt als Gast der AWO auf (13.30 Uhr). Musik machen am Nachmittag Bettina und Bernd Plöger, „Lothar Meunier“ am Akkordeon und ab 18 Uhr die „Old Friends“. Zum Abendessen gibt es Klassiker aus den 50er- und 60er-Jahren, natürlich Würstchen mit Kartoffelsalat, aber auch Soleier, Käseigel und vieles mehr. Das Publikum ist eingeladen, sich überraschen zu lassen.