Welthospiztag: „Umfeld der Verlässlichkeit und Geborgenheit“ schaffen

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In der Hospizarbeit sind ehrenamtlich Engagierte und professionelle Kräfte tätig. Foto: pixabay/symbolbild
In der Hospizarbeit sind ehrenamtlich Engagierte und professionelle Kräfte tätig. Foto: pixabay/symbolbild

Düsseldorf. Heute ist Welthospiztag. Das Motto: „Leave no one behind – equity in access to palliative care“. In fünf Tagen wird der national Ableger des Aktionstags begangen, der dieses Jahr unter dem Motto „Leben! Bis zum Schluss!“ steht. Die Wülfrather Hospizgruppe informier in der Innenstadt.

„Es ist wichtig, dass die Menschen dort sterben können, wo sie es möchten. Um diesem Wunsch gerecht werden zu können, arbeiten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterschiedlichen Dienste und Einrichtungen eng zusammen“, betont NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann anlässlich des weltweiten Aktionstags, der unter anderem auf die Hospizarbeit hinweisen soll. Das passiert ab 10 Uhr auch in der Wülfrather Innenstadt. An einem Stand vor der Sparkasse informiert die Hospizgruppe bis 13 Uhr über ihre Arbeit.

Rund 10.800 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums in der Hospizarbeit. In NRW gibt es ein ausgebautes Netz in der Hospiz- und Palliativversorgung. Mehr als 300 ambulante Hospizdienste, rund 230 ambulante Palliativpflegedienste, 70 Hospize für Erwachsene und sechs Kinderhospize sowie 79 Dienste der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung stellen die Versorgung für alle Altersgruppen sicher.

„Durch Netzwerke, in denen man sich persönlich kennt, gemeinsame Ziele verfolgt und verbindliche Strukturen für Behandlungsabläufe festlegt, wird für Menschen am Lebensende ein Umfeld der Verlässlichkeit und Geborgenheit geschaffen“, so Laumann weiter.

Herausfordernd seien besonders die Übergänge zwischen unterschiedlichen Unterstützungsangeboten, wenn beispielsweise Patientinnen und Patienten von einer ambulanten in eine stationäre Versorgung wechselten und umgekehrt. „Eine klare Haltung zu Sterben, Tod und Trauer sind hier ebenso elementar wie konstruktive Kommunikationsstrukturen“, erklärt Minister Laumann. Anlässlich des Welthospiztags wird der Minister am heute ab 11 Uhr das Palliativnetz Oberhausen besuchen und sich mit Verantwortlichen des Netzwerks und Betroffenen, die aktuell von dem Netzwerk versorgt werden, austauschen.

Hospizarbeit in Nordrhein-Westfalen basiert auf professionellem und ehrenamtlichem Engagement, um die Versorgung zu sichern.