Rainbow Stars: Vorbereitung für die Special Olympics 2023 / Velbert bewirbt sich als „Host Town“

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Die Bewerbung ist raus: Velbert könnte Host Town für die Special Olympics 2023 werden und damit eines der Nationalteams empfangen, das anschließend nach Berlin fährt. Foto: privat
Die Bewerbung ist raus: Velbert könnte Host Town für die Special Olympics 2023 werden und damit eines der Nationalteams empfangen, das anschließend nach Berlin fährt. Foto: privat

Velbert. Die Rainbow Stars mischen seit Jahren erfolgreich bei internationalen Inklusiv-Fußballturnieren mit. Jetzt haben sie sich mit ihrer Heimatstadt Velbert als „Host Town 2023“ beworben. Der Velberter Olympia-Teilnehmer Paul Meier hat die Schirmherrschaft übernommen.

Die Rainbow Stars, Inklusionsmannschaft der SSVg Velbert und die Lebenshilfe Kreis Mettmann, spielen seit vielen Jahren erfolgreich bei inklusiven Fußballturnieren mit. „Die Inklusion durch Sport ist bei uns seit 2013 ein fester Bestandteil der Vereinsarbeit“, berichtet Lars Glindemann vom SSVg-Vorstand. Gleich zweimal war er letzte Woche im WDR-Studio, um über dieses Thema und die geplanten Projekte zu berichten.

Das gemischte Fußballteam hat bei verschiedenen Turnieren bereits Goldmedaillen errungen. Nun bereitet man sich auf ein internationales Turnier in Brüssel und für die Special Olympic National Games in Berlin vor. Dieser Wettbewerb ist die Qualifikation für die Olympischen Weltspiele 2023, die ebenfalls in Berlin stattfinden.

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Am Freitag, 8. Okober, war die Inklusionsmannschaft, die von Eric Glindemann und Florian Gojani betreut wird, für einen besonderen Trainingstag zu Gast beim 1. FC Köln und wurden sogar von Steffen Baumgart, dem Trainer der Bundesligamannschaft, besucht. Zum Abschluss ging es für das Team noch zum gemeinsamen Pizzaessen.

Velbert bewirbt sich als „Host Town 2023“

170 internationale Delegationen – von 6 bis 400 Mitgliedern – werden zu den Special Olympics World Games erwartet. Bevor sie nach Berlin kommen, wird jedes Nationenteam von einer Kommune in Deutschland empfangen, den sogenannten „Host Towns“.

Schon am Mittwoch, 5. Oktober, wurde im Stadion Velbert die Bewerbung für „Host Town 2023“ auf den Weg gebracht. Das Gremium, das die Vorarbeit geleistet hat, setzte sich zusammen aus: Elke Klingbeil (Vorstand Lebenshilfe), Axel Spitzer (Geschäftsführer VSG), Jan Steinmetz (Vorstand VSG), Axel Wieneke (Stadt Velbert) und Lars Glindemann (Vorstand SSVg Velbert).

Die Beteiligten nahmen dies zum Anlass, eine weitreichende Kooperation zur Inklusionsarbeit zu unterzeichnen. Die langjährige Zusammenarbeit der SSVg und der Lebenshilfe wird nun um mehrere Sportarten erweitert.

„Die Harmonie zwischen den Beteiligten und der wirklich hohe Kenntnisstand, sind starke Zeichen für Velbert und andere Velberter Sportvereine das Thema Inklusion anzupacken,“ so Jan Steinmetz von der Velberter Sportgemeinschaft.

Olympia-Teilnehmer Paul Meier übernimmt die Schirmherrschaft

Paul Meier, ehemaliger Zehnkämpfer stammt selbst aus Velbert und war bereits WM-Dritter und Olympia-Sechster. Bei Bayer Leverkusen hat er selbst immer wieder Kontakt zu Sportlern mit Handicap und weiß, wie schwer es ist dieses Thema gesellschaftsfähig zu machen.

„Umso mehr freut es uns, dass er direkt beim ersten Gespräch seine Unterstützung zugesagt hat,“ so Lars Glindemann. „Paul hat mir nach unserem Telefonat eine Nachricht gesendet, dass es ihn ehrt einen kleinen Beitrag zu unserem Projekt beisteuern zu dürfen. Das ist sehr bescheiden und die Freude bei allen ist so groß. Es war ein Herzenswunsch von uns einen Sportler für dieses Inklusionsprojekt und Host Town zu gewinnen,“ ergänzt er.

Die Rainbow Stars waren zu Gast beim 1. FC Köln. Foto: privat
Die Rainbow Stars waren zu Gast beim 1. FC Köln. Foto: privat