Blindgänger im Stadion von Monheim entdeckt: Evakuierung

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Ein Flatterband mit der Aufschrift «Polizeiabsperrung». Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild
Ein Flatterband mit der Aufschrift «Polizeiabsperrung». Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

Monheim. Im Stadion von Monheim am Rhein sind unter dem Spielfeld zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden.

In einem Radius von 400 Metern um die Fundstelle müssten vor der anstehenden Entschärfung der Blindgänger bis zu 2200 Menschen evakuiert werden, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Weitere 2400 Menschen sollen sich in geschlossenen Räumen aufhalten.

Die Entschärfung war für den Mittag vorgesehen. Busse mehrerer Linien mussten den Bereich umfahren. Entdeckt wurden die beiden Sprengkörper bei Boden-Sondierungen vor der geplanten Sanierung des Jahnstadions.

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Es handele sich um zwei je 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbomben mit Heckaufschlagzünder. Sie seien in 1,6 und 2,2 Meter Tiefe entdeckt und freigelegt worden.

Im Zweiten Weltkrieg war Monheim südlich von Düsseldorf wegen der dort angesiedelten Mineralölwerke mehrfach das Ziel schwerer Luftangriffe. Die Auswertung von Luftbildern, die nach den Angriffen gemacht wurden, hatte zwei Verdachtspunkte ergeben. Bei näherer Untersuchung vor Ort hatte sich der Verdacht bestätigt.