Netzagentur: Lichtblick im stockenden Windenergie-Ausbau

8
Windkraftanlagen drehen sich vor Sonnenaufgang in einem Windpark. Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild
Windkraftanlagen drehen sich vor Sonnenaufgang in einem Windpark. Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild

Bonn. Beim Ausbau der Windenergie werden die Perspektiven etwas besser.

Die Bundesnetzagentur gab am Donnerstag in Bonn bekannt, dass in der jüngsten Ausschreibungsrunde für Anlagen an Land 166 Windenergie-Gebote mit einer Leistung von insgesamt 1494 Megawatt den Zuschlag bekommen hätten. Die geförderten Stromkapazitäten sollen vor allem in Schleswig-Holstein (401 Megawatt), Nordrhein-Westfalen (315 Megawatt) und Niedersachsen (265 Megawatt) entstehen.

Das Besondere hierbei: Die Ausschreibungsrunde war überzeichnet, es hatte 210 Gebote für 1824 Megawatt gegeben. Dass die Nachfrage das Angebot übersteigt, ist in dem seit langem stockenden Windrad-Ausbau keine Selbstverständlichkeit: Seit 2018 waren nur 5 von 20 Ausschreibungsrunden überzeichnet, zuletzt im Dezember 2020. Meistens war die Nachfrage unter den Interessenten, deren Projekte schon weit genug waren für eine Teilnahme an einer Ausschreibung, also gering gewesen.

-Anzeige-

Dass in den vergangenen Jahren viel weniger Windrad-Vorhaben umgesetzt werden durften als möglich war, lag vor allem an zu wenig Baugenehmigungen und an fehlenden Flächen. Die nun veröffentlichten Zahlen der September-Ausschreibungsrunde, bei der die Betreiber zwischen 5,2 und 5,92 Cent pro Kilowattstunde bekommen sollen, sind nun ein Lichtblick – sie könnten ein Anzeichen sein, dass der Onshore-Ausbau doch etwas Fahrt aufnimmt. Ob das wirklich so ist oder ob die jüngsten Zahlen nur eine Eintagsfliege sind, klärt sich erst mit den Ausschreibungsrunden in den kommenden Monaten.