Promi-Vermittler muss wegen Betrügereien ins Gefängnis

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Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Bochum. Als Veranstalter des «Steiger Awards» wurde er über das Ruhrgebiet hinaus bekannt. Nun muss der ehemalige Promi-Vermittler Sascha Hellen wegen mehrerer Betrugsdelikte in Haft.

Der ehemalige Bochumer Promi-Vermittler Sascha Hellen ist am Donnerstag vom Landgericht zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Rund zwei Jahre nach seiner letzten Verurteilung hatte der 43-Jährige zugeben, eine einst mit ihm befreundete TV-Ärztin betrogen zu haben.

Die Frau hatte ihm ein Darlehen von mehr als einer halben Million Euro zur Verfügung gestellt, das nicht zurückgezahlt wurde. Hintergrund sollen nach Angaben seiner Verteidigung finanzielle Schwierigkeiten gewesen sein.

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In einem ersten Prozess war Hellen im Juli 2019 bereits zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Damals ging es um Darlehen in Höhe von rund 860.000 Euro, die ihm unter anderem von einem Bochumer Professor und einem TV-Urgestein aus freundschaftlicher Verbundenheit zur Verfügung gestellt worden waren.

Auch sie sollen ihr Geld nicht oder nur teilweise zurückerhalten haben. Die erste Verurteilung ist nun in die neue Strafe mit eingeflossen.

Hellen hatte sich als Veranstalter des «Steiger Awards» auch über das Ruhrgebiet hinaus einen Namen gemacht. Zu den für ihre besonderen Verdienste ausgezeichneten Prominenten gehörten Königinnen, Musiker, Sportler und Politiker. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.