[Leserbrief] zur Verkehrssituation: „Schilda in Wülfrath“

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Leserbriefe stellen keine redaktionelle Meinungsäußerung dar, dürfen gekürzt und online veröffentlicht werden - notwendig sind die Angabe von Name und Wohnort. Bild: pixabay
Hinweis: Leserbriefe stellen keine redaktionelle Meinungsäußerung dar, dürfen gekürzt und online veröffentlicht werden - notwendig sind die Angabe von Name und Wohnort. Bild: pixabay

Wülfrath. Zur Verkehrssituation in Wülfrath hat dee Redaktion eine Lesermeinung erreicht. 

Rolf Bürgel aus Wülfrath schreibt in seinem Leserbrief mit dem Titel „Schilda in Wülfrath“:

„Möchte man, aus welchem Grunde auch immer, als ortsunkundiger Autofahrer der Polizeiwache in Wülfrath einen Besuch abstatten, findet man an mehreren Stellen im Stadtgebiet Hinweisschilder.

Das ist zuerst einmal sehr löblich, fehlen solche oder ähnliche Hinweisschilder in Nachbarstädten doch vollständig. Vielleicht, so lässt sich vermuten, gibt es dann in diesen Orten auch keine Polizeiwachen.

Nun ist das jedoch mit den Hinweisschildern in Wülfrath so eine Sache.

Machen wir doch mal eine Probefahrt. Wir fahren einmal die Lindenstraße von Mettmann kommend entlang und finden an der Einmündung der Düsseler Straße ein Schild „Polizei“ in Richtung Innenstadt.

Folgt man diesem Hinweis, so findet man an der Ecke Düsseler Straße / Mozartstraße ein Schild „Polizei“ über Mozartstraße in Richtung Rathaus fahrend.

Nach Querung der Südstraße und etwa nach 50 Meter befahren der Straße Am Rathaus kommt die große Überraschung: „Der Wülfrather Ruhepfosten“. Zur Verkehrsberuhigung der Straße Am Rathaus direkt vor dem selbigen aufgestellt, stoppt abrupt unsere Suche nach der Polizeistation.

Was macht nun der ortsunkundige Autofahrer in Wülfrath? Welchen Rat können wir ihm geben?

Traue nicht den im Wülfrather Schilderwald angebrachten Hinweisschildern!

Ich denke, da haben die Wülfrather Verkehrsplaner noch einiges an Handlungsbedarf und somit noch in ihrer Leistung „Luft nach oben“.

Und dann stelle ich mir als Ur-Wülfrather die Frage, warum überhaupt wird der Wülfrather Ruhepfosten benötigt?

Jahre, Jahrzehnte lang hat man ihn nicht benötigt. Die Argumentation aus dem Rathaus für den Ruhepfosten ist schon sehr abenteuerlich. Ich möchte unseren Bürgermeister Rainer Ritsche zitieren: „Es ist schon abenteuerlich, in welcher Geschwindigkeit manche Verkehrsteilnehmerinnen in dem verkehrsberuhigten Bereich unmittelbar vor dem Rathauseingang oder auch vor dem Eing:ang zum Haus Luise von der Heyden mit ihren Fahrzeugen unterwegs sind“. Auch die Aussage von Herrn Simon Strecker, Geschäftsführer GWG möchte ich zitieren: „Die Infrastruktur auf unserem Grundstück ist nicht auf den Durchgangsverkehr ausgerichtet“. „So ist z. B. der Bereich vor dem Eingang zum Haus Luise von der Heyden lediglich mit Platten belegt und nicht für das Befahren mit immer schwerer werdenden Fahrzeugen geeignet.“

Recht so. Nur bitte wo bleibt die Verhältnismäßigkeit? Hier wird ein Jahrzehnt lang öffentlicher Verkehrsweg ohne gleichzeitiger Nennung einer neuen Zuwegung/ Erschließung zu den Baugebieten Süd- und Stiftstraße sowie Bockswiese aufzuzeigen gesperrt, während keine 200 Meter Luftlinie entfernt verkehrsberuhigte Anliegerstraßen, wie der Ulmen- und der Schlehenweg mit dem verbindenden Fußweg für den Schwerlastverkehr geöffnet werden? Und das mit der Begründung: „Ja, bei der Dimensionierung des Straßenaufbaus wurde die Befahrung mit Lkws berücksichtigt“; Zitat Dr. Stefan Holl in den FAQ zum Baugebiet Haselnussweg vom 11. Februar.

Nur mal so zur Anmerkung: Wir sprechen hier in beiden Fällen über Straßen bzw. Wege, deren Erstellung gemäß den damalig geltenden RSA-Vorschriften für den Anliegerverkehr mit

Pkws und gelegentlicher Befahrung mit Lastkraftfahrzeugen bis zu einem max. zulässigen Gesamtgewicht von 26 Tonnen erstellt wurden.

Da fragt man sich, hat nicht der „schichtarbeitende Mitbürger:innen“ das gleiche Recht auf Ruhe und Erholung wie die Beamten*innen und Angestellten*innen im Rathaus?

Zum Schluss müsste nun der Ruf nach der Politik als regelndes Organ erfolgen.

Wissend, dass der Mehrheitsführer im Wülfrather Stadtrat sich um die Pflege und Reinhaltung der Außerstädtischen Radweg kümmern muss bleibt heute der Ruf nach der Politik aus!“