Neuer Bürgerbus Heiligenhaus – Niederflurfahrzeug für einfachen Zustieg

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Für allzeit gute Fahrt: Der Bürgerbusverein, hier Vorsitzender Andreas Piorek (Mitte), hat sein neues Fahrzeug vor der ersten Tour von Pater Georges segnen lassen. Pfarrerin Kirsten Düsterhöft sprach ein Gebet für die vielen Ehrenamlichen, die das Projekt ermöglichen und sich hinters Steuer setzen. Foto: Mathias Kehren
Für allzeit gute Fahrt: Der Bürgerbusverein, hier Vorsitzender Andreas Piorek (Mitte), hat sein neues Fahrzeug vor der ersten Tour von Pater Georges segnen lassen. Pfarrerin Kirsten Düsterhöft sprach ein Gebet für die vielen Ehrenamlichen, die das Projekt ermöglichen und sich hinters Steuer setzen. Foto: Mathias Kehren

Heiligenhaus. Der Bürgerbusverein hat ein neues Fahrzeug in Betrieb genommen. Vorgestellt wurde es im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger und im Beisein vieler Bürgerbusfahrerinnen und -fahrer auf dem Rathausplatz. Den kirchlichen Segen erhielt das neue Transportmittel bei dieser Gelegenheit auch.

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Der Bürgerbusverein hat ein neues Fahrzeug in Betrieb genommen. Das speziell für den Einsatz als Bus konzipierte Fahrzeug ist in Niederflur-Technik ausgelegt. An den Haltestellen ist der Boden des Busses deshalb ungefähr auf Bordsteinhöhe, was auch Fahrgästen mit Rollator einen einfachen Zustieg ermöglicht. Im Vorgängermodell waren noch zwei Stufen zu überwinden und nicht selten mussten die Fahrer mitanpacken, um etwa einen Rollator zu verstauen. Das soll im neuen, geräumigeren Modell jetzt der Vergangenheit angehören.

Auf dem Platz vor dem Rathaus wurde der neue Bürgerbus vorgestellt. Foto: Mathias Kehren
Auf dem Platz vor dem Rathaus wurde der neue Bürgerbus vorgestellt. Foto: Mathias Kehren

120.000 Euro hat das neue Fahrzeug gekostet. Die eine Hälfte davon finanziert der Bürgerbusverein, die andere stammt aus Fördermitteln des Landes NRW. Die Betriebs- und Unterhaltskosten werden durch das Fahrgeld, welches unverändert 1,50 Euro beträgt, und durch Sponsoren getragen. Als Sponsoren sind wie bisher dabei die Stadtwerke Heiligenhaus und Neanderenergie, Akzenta und die Stadt- und Bodenentwicklungsgesellschaft Heiligenhaus.

Die Idee, einen Bürgerbus in Heiligenhaus zu betreiben, geht auf den vor etwa einem Jahr verstorbenen Rolf Watty zurück. Der Jurist und Mitbegründer des Stadtmarketing-Arbeitskreises Kultur und Gesellschaft machte sich viele Jahre für das Projekt stark, das nach dem ersten Anstoss Anfang 2008 noch vier Jahre brauchte, bis es Anfang November 2012 an den Start ging. Der Bürgerbus fährt seitdem auf zwei Linien, die die Bezirke Nonnenbruch sowie Wassermangel und Oberilp mit der Innenstadt verbinden.

Der Bürgerbus fährt täglich (außer sonntags) und ist im Linienplan der Rheinbahn ein fester Bestandteil. 22 Fahrer und fünf Fahrerinnen sind ehrenamtlich im Einsatz und gewährleisten den Linienbetrieb des Achtsitzers, der vormittags und nachmittags (außer samstags) auf Tour ist.

In den neun Jahren seit Betriebsbeginn wurden 120.000 Personen befördert. “Ohne die Corona-Betriebspause wären es sogar 135.000 gewesen”, hat André G. Saar für den Bürgerbusverein ausgerechnet. Damit sei der Bürgerbus Heiligenhaus eines der erfolgreichsten Bürgerbusprojekt überhaupt, berichtet Saar.