Betrugsversuche nur knapp verhindert: Polizei warnt

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Vor allem Senioren suchen Betrüger sich als potentielle Opfer aus. Foto: pixabay
Vor allem Senioren suchen Betrüger sich als potentielle Opfer aus. Foto: pixabay

Kreis Mettmann. Die Polizei hat mehrere Betrugsversuche von Tricktätern in Städten im Kreis Mettmann registriert. Die Behörde rät: „Seien Sie wachsam und informieren Sie ältere Menschen in Ihrem Umfeld.“

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Bei einem Betrugsfall in Hilden waren die Tricktäter erfolgreich. Weitere Taten scheiterten im Versuchsstadium. Am Dienstagnachmittag sei es in Monheim am Rhein sowie in Langenfeld-Berghausen zu zwei Betrugsversuchen zum Nachteil älterer Menschen gekommen, berichtet die Polizei. „Die vereinbarte Übergabe konnte in beiden Fällen nur knapp verhindert werden“.

In Monheim versuchten Betrüger über die gleiche Masche wie in Hilden an eine hohe Bargeldsumme zu kommen. Es handelte sich um den „Enkeltrick“. Eine 85-jährige sei bereits im Begriff gewesen, das Geld von ihrem Konto abzuheben, was nur durch eine Bankmitarbeiterin verhindert werden konnte.

In Langenfeld-Berghausen gingen die Täter ebenfalls mit der dieser Masche vor: „Ein 71-Jähriger hatte bereits eine hohe Bargeldsumme von seinem Konto abgehoben und erschien anschließend auf der Polizeiwache in Langenfeld, wodurch eine Übergabe ebenfalls verhindert werden konnte“, so die Behörde.

Die Polizei wiederholt daher eindringlich die Warnhinweise und bittet um Vorsicht: „Egal ob am Telefon oder direkt an der Haustür: Trickbetrüger geben sich als vermeintlich echte Polizeibeamte, Zollbeamte, Staatsanwälte oder Richter aus, um sich so das Vertrauen meist älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger zu erschleichen“.

Ihre Opfer wickeln die Täter mit erfundenen Notfällen und Gefahrensituationen ein: Man habe in der Nachbarschaft Einbrecher festgenommen, bei denen man einen Zettel mit weiteren potenziellen Einbruchszielen sichergestellt habe. Auf diesem Zettel sei auch die Adresse des betreffenden Seniors vermerkt. Da noch weitere Komplizen der Festgenommen auf freiem Fuße seien, sei es nun ratsam, die sich in der Wohnung befindlichen Wertgegenstände zur sicheren Verwahrung in die Hände der Polizei zu geben, bis diese die Straftäter festgenommen habe und die Gefahr vorüber sei.

„Immer wieder versuchen Trickbetrüger, wie in den jüngsten Fällen, auch über sogenannte Schockanrufe an das Vermögen von Seniorinnen und Senioren zu kommen“, warnt die Polizei. Dabei geben sie sich als Angehörige aus, die in einen schweren Unfall oder eine Straftat verwickelt worden sind und nun dringend Geld benötigen. Geld und Wertgegenstände nehme die Polizei nach eigenen Angaben niemals in „sichere Verwahrung“ oder anderweitig entgegen. Zudem frage man nicht nach Vermögensverhältnissen.

„Die Maschen der Täter sind leider vielfältig, auch andere Vorgehensweisen sind jederzeit möglich“, hieß es. Auch Betrugsversuche über WhatsApp-Nachrichten nehmen nach Informationen von der Polizei zu.