Acht-Stunden-Workshop bringt Pläne für den Jubiläumsplatz hervor

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Der Jubiläumsplatz aus der Vogelperspektive vor dem Umbau der Schwarzbach- und Johannes-Flintrop-Straße. Neu überplant wird nur die eigentliche Platzfläche. Foto: Kreisstadt Mettmann
Der Jubiläumsplatz aus der Vogelperspektive vor dem Umbau der Schwarzbach- und Johannes-Flintrop-Straße. Neu überplant wird nur die eigentliche Platzfläche. Foto: Kreisstadt Mettmann

Mettmann. In einem achtstündigen, kooperativen Werkstattverfahren im Rathaus ist am Donnerstag ein neues Kapitel zur Um- und Neugestaltung des Jubiläumsplatzes aufgeschlagen worden. Das teilt die Stadtverwaltung mit:

Mitarbeiter der Stadtplanung, Vertreter der Ratsfraktionen, der Werbegemeinschaft „ME Impulse“, der IHK, der Kreisparkasse Düsseldorf, Bürgermeisterin Sandra Pietschmann sowie Mitarbeiter aus drei Planungsbüros haben in drei Arbeitsgruppen Ideen, Konzepte und Vorschläge für einen neuen Jubiläumsplatz zusammengetragen und erste Zukunftsperspektiven skizziert. Die drei Büros werden nun vertieft in die Planung einsteigen und ihre Konzepte der Verwaltung bis Mitte Dezember vorlegen.

Die Ergebnisse werden im kommenden Jahr im Ausschuss für strategische Stadtplanung, Stadtentwicklung und Bauen vorgestellt und diskutiert. Außerdem werden die Lösungsvorschläge der Planungsbüros in einer Ausstellung im Foyer der Kreissparkasse auf dem Jubiläumsplatz sowie auf der städtischen Homepage präsentiert.

„Bevor der Rat entscheidet, welche Planung für die Neugestaltung des Jubiläumsplatzes verfolgt werden soll, werden wir auch den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bieten, die Vorschläge zu prüfen und zu bewerten“, sagte Bürgermeisterin Pietschmann. Neben einem offenen Ideenaustausch sei die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Entscheidungsprozesse von zentraler Bedeutung, um eine breite Zustimmung und Akzeptanz für die Neugestaltung des Jubiläumsplatzes zu erzielen. Sie dankte allen Teilnehmern des Werkstattverfahrens für ihre engagierte und kreative Mitarbeit.

Nachdem die gestalterische und funktionale Um- und Neugestaltung der Innenstadt, die 2012 begonnen wurde, im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen wurde, soll jetzt der Jubiläumsplatz eine deutliche Aufwertung erfahren. Der Platz war von der Umgestaltung der Innenstadt ausgeschlossen worden, weil für die gepflasterten Flächen eine Förderbindung bis 2020 / 2021 besteht.

Durch eine neue Inszenierung soll die Aufenthaltsqualität auf dem Jubiläumsplatz deutlich aufgewertet werden. Mehr Grün für eine Verbesserung des Stadtklimas und der Aufenthaltsqualität war eine Vorgabe, die in der Aufgabenstellung formuliert wurde. Zudem sollen die Planer Nutzungsvorschläge entwickeln, die helfen, den Platz zu beleben. Die Nutzung des Wochenmarktes auf dem Platz kann dabei in Frage gestellt werden.

Die Neugestaltung des Platzes soll in Abstimmung und in Anpassung an die bereits umgestalteten Innenstadtbereiche erfolgen. Bürgeranregungen, die 2016 in einer Zukunftswerkstatt zur Neugestaltung des Jubiläumsplatzes vorgebracht und als realisierbar klassifiziert wurden, sollen von den Planungsbüros berücksichtigt werden, wie beispielsweise Spielbereiche für Kinder und Wasser auf dem Platz.

Bei einer kurzen Präsentation der Ideen und Ergebnisse der Arbeitsgruppen zum Ende des Werkstattverfahrens reichten die Vorschläge vom Ausbau des ellipsenförmigen Baus unter dem Sparkassengebäude und einer neuen Treppenanlage hoch zu Mühlenstraße als neues Entree in die Innenstadt bis hin zu einer parkähnlichen Grünanlage vor der Kreissparkasse mit Wasserflächen oder einem Wasserlauf. Jetzt haben die Planer erst einmal freie Hand. Der Jubiläumsplatz bleibt ein spannendes Pflaster.