Medizinforum über Leisten-, Nabel- und Bauchdeckenbrüche

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Dr. Siad Odeh informiert im nächsten Medizinforum unter anderem über Operationsmethoden bei Brüchen der Buachdecke. Foto: Helios-Klinikum
Dr. Siad Odeh informiert im nächsten Medizinforum unter anderem über Operationsmethoden bei Brüchen der Bauchdecke. Foto: Helios-Klinikum

Velbert. Am Dienstag, 16. November, ab 18 Uhr, informiert Dr. Siad Odeh am Helios-Klinikum, Robert-Koch-Str. 2, im Medizinforum mit dem Titel „Leisten-, Nabel-, Bauchdeckenbrüche – Neueste Behandlungs- und Operationsmethoden“ über das Thema Hernien und die neuesten Möglichkeiten der Therapie. Telefonische Voranmeldung unter Tel.: 02051/ 982-2001.

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Bei Leisten-, Bauchdecken- und Narbenbrüchen, sogenannte Hernien, handelt es sich um eine Lücke in der Bauchdecke, durch die beispielsweise Gewebe des Bauchraumes aus der Bauchhöhle austreten kann. Am häufigsten bilden sich die Brüche im Bereich der Leiste, allerdings können sich Hernien auch in anderen Bereichen der Bauchwand entwickeln. Unter alten Narben bzw. Operationswunden können ebenfalls entsprechende „Lücken“ entstehen, in so einem Fall spricht man von einem Narbenbruch. Häufig werden Leisten-, Bauchdecken- oder Narbenbrüche durch Schwellungen unter der Haut, Beschwerden beim Husten oder bei körperlicher Belastung entdeckt.

Operation – ja oder nein?

„Im Prinzip müssen Brüche, die sich leicht „zurückschieben“ lassen, operiert werden. Krankheitsbilder dieser Art heilen nie von selbst und können mit zunehmender Größe zu späteren Komplikationen führen“, sagt Dr. Siad Odeh, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, am Helios-Klinikum Niederberg. In einzelnen Fällen, zum Beispiel bei vielen schweren Nebenerkrankungen, oder ganz kleinen Nabelbrüchen, kann es jedoch sein, dass man sich gegen eine Operation entscheidet und regelmäßige Kontrollen vornimmt.

„Rauchen und Übergewicht kann das Risiko für Bauchdeckenbrüche, genauso wie Erkrankungen, die mit einem erhöhten Druck im Bauchraum einhergehen (z.B. Asthma), fördern“, erklärt der Mediziner.

Gefahren durch Hernien sind laut dem Experten beispielweise Bauchfellentzündungen und Darmverschluss bis hin zur Brucheinklemmung, wodurch die Blutzufuhr zu den entsprechenden Organen eingeschränkt werden kann, was – im schlimmsten Fall – eine starke Schädigung der betroffenen Organe nach sich ziehen kann. Zum Verschluss der „Lücke“ und zur Stabilisierung des umliegenden Gewebes werden für gewöhnlich Kunststoffnetze operativ eingesetzt, die permanent im Körper verbleiben.