Patrick Wimmer: Auswechslung wegen schlechter Sicht

7
Bielefelds Patrick Wimmer (r). Foto: Tom Weller/dpa
Bielefelds Patrick Wimmer (r). Foto: Tom Weller/dpa

Bielefeld. Erst Masken-Mann und Vorbereiter, dann der zornige Abgänger: Patrick Wimmer war am Samstag allein wegen seines Gesichtsschutzes, den er wegen eines in Stuttgart erlittenen Nasenbeinbruches trug, der Blickfang beim Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld.

-Anzeige-

Zunächst setzte der 20-jährige Österreicher scheinbar unbeeindruckt davon das Signal zur Attacke auf den VfL Wolfsburg, indem er nach nur elf Minuten das 1:0 von Masaya Okugawa mit einem Lupfer sensationell vorbereitete.

Doch nach 30 Minuten folgte das jähe Ende, weil ihn die Maske zu sehr einschränkte. Trainer Frank Kramer brachte daraufhin Edimilson Fernandes ins Spiel, Wimmer setzte sich derweil enttäuscht mit einer wegwerfenden Handbewegung auf die Bank.

«The Mask, the Mask», murmelte Kramer zunächst, als er auf die Auswechslung angesprochen wurde. So lautet der Titel des Filmklassikers «The Mask» mit US-Komiker Jim Carrey. Beim Coach standen ganz nüchterne Erwägungen im Vordergrund. «Ich bin kein Mediziner und auch kein Optiker. Aber es ist klar, dass das Blickfeld durch die Maske etwas eingeschränkt ist. Es hat ihn brutal gestört und er hatte dann auch Probleme damit», sagte Kramer, für den in diesem Moment auch das Wohl des Teams im Vordergrund stand: «Alles, was nicht 100 Prozent ist, geht bei uns definitiv nicht in der Bundesliga. Deswegen mussten wir einen frischen Mann bringen.»