Höhepunkt des Belcanto: Donizettis „Lucia di Lammermoor“

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Ein Porbenfoto von Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“. Foto: Matthias Jung
Ein Porbenfoto von Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“. Foto: Matthias Jung

Essen. Donizettis „Lucia di Lammermoor“ feiertt Premiere am Samstag, 27. November 2021, um 19:00 Uhr im Aalto-Theater.

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Eine tragische Liebesgeschichte, eine Fülle an melodischen und dramatischen Einfällen, Höhepunkt des Belcanto-Gesangs: Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“ gehört zu den Glanzstücken des italienischen Opernrepertoires. Am Samstag, 27. November 2021, um 19:00 Uhr feiert das Dramma tragico Premiere am Essener Aalto-Theater. Dietrich W. Hilsdorf kehrt nach seiner gefeierten Jubiläumsinszenierung von Alessandro Scarlattis „Kain und Abel“ für seine 21. Regiearbeit erneut nach Essen zurück.

„Der Vesuv raucht, der Ausbruch steht nahe bevor“, so jammerte Gaetano Donizetti kurz vor der Uraufführung von „Lucia di Lammermoor“ 1835 in Neapel, die er kurzfristig durch eine Katastrophe gefährdet sah. Die emotionale Glut, die Donizetti in seinem neuen Werk entfachte, hätte jede Naturgewalt sowieso bei weitem übertroffen. Die junge Lucia Ashton liebt Edgardo, den letzten Spross der mit den Ashtons verfeindeten Familie Ravenswood. Doch nicht nur diese schwelende Fehde lastet auf dem Glück, denn auch Lucias Bruder Enrico macht seine Schwester zum Spielball seiner ganz persönlichen Ziele. Um sich selbst zu sanieren, verheiratet er sie mit dem reichen Lord Arturo Bucklaw. Edgardo wirft ihr daraufhin den Verrat ihrer Liebe vor. Lucia zerbricht und verfällt dem Wahnsinn … Dietrich W. Hilsdorf legt in seiner Inszenierung bloß, wie die Machtstrukturen gerade innerhalb der eigenen Familie einen Menschen zerstören können. Zur Aufführung am Aalto-Theater kommt die ursprüngliche Fassung, in der Donizetti für die berühmte Wahnsinnsszene eine Glasharmonika als Begleitinstrument vorgesehen hat.

In der Titelpartie der Lucia debütiert die aus Israel stammende Sopranistin Hila Fahima. Nachdem sie bereits mit 22 Jahren zum Ensemble der Deutschen Oper Berlin gehörte (u.a. Debüt als Königin der Nacht), war sie anschließend als Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper unter anderem als Gilda („Rigoletto“), Zerbinetta („Ariadne auf Naxos“), Adina („L’elisir d’amore“), Norina („Don Pasquale“) sowie als Königin der Nacht („Die Zauberflöte“) zu erleben – eine Rolle, in der sie auch bereits am Aalto-Theater brillieren konnte. Aalto-Tenor Carlos Cardoso ist als Sir Edgardo zu erleben, den er bereits an der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam verkörpert hat. Der junge russische Bariton Ivan Krutikov, der am Aalto-Theater zuletzt als Rigoletto glänzen konnte, singt die Partie des Lord Enrico. Sein Rollendebüt als Raimondo gibt Aalto-Bass Baurzhan Anderzhanov. Die musikalische Leitung übernimmt Giuseppe Finzi, den man am Aalto-Theater bereits als Dirigenten in „La Bohème“, „Madama Butterfly“ und „La Traviata“ sowie international unter anderem am Teatro Liceu in Barcelona („Il Barbiere di Siviglia“) und bei den Bregenzer Festspielen („Turandot“) erleben konnte.

Karten (Premiere: € 11,00-48,00; weitere Vorstellungen: € 11,00-55,00) sind erhältlich im TicketCenter der TUP, II. Hagen 2 (Mo-Fr 10:00-16:00 Uhr), an der Kasse des Aalto-Theaters, Opernplatz 10 (Di-Sa 13:00-18:00 Uhr), telefonisch unter T 02 01 81 22-200 (Mo und Sa 10:00-16:00 Uhr; Di-Fr 10:00-18:00 Uhr) sowie online unter www.theater-essen.de. Vorverkaufsbeginn für Januar 2022 am 2. Dezember.

Einlassbedingungen: Der Besuch der Vorstellungen ist nach derzeitigem Stand unter 2G-Bedingungen möglich. Dies betrifft alle Zuschauer*innen ab 16 Jahren, d. h. jede*r Besucher*in ab 16 Jahren muss entweder geimpft oder genesen sein und sich entsprechend beim Veranstaltungsbesuch ausweisen können.

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