SPD fordert Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht

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Ein Mund-Nasen-Schutz liegt im Unterricht auf Unterlagen. Foto: Matthias Balk/dpa/Symbolbild
Ein Mund-Nasen-Schutz liegt im Unterricht auf Unterlagen. Foto: Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Düsseldorf. Der Oppositionsführer im Düsseldorfer Landtag, Thomas Kutschaty, hat die Landesregierung aufgefordert, die Maskenpflicht im Unterricht sofort wieder einzuführen.

In der Altersgruppe der Fünf- bis 14-Jährigen seien die Neuinfektionsraten am höchsten, sagte der SPD-Fraktionschef am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag. Die Maske sei ein wirksamer Schutz gegen Infektionen und sie werde von der überwiegenden Anzahl der Kinder, Eltern und Lehrer befürwortet.

Kutschaty warf der Landesregierung vor, mit ihrer seit diesem Mittwoch geltenden aktualisierten Corona-Schutzverordnung viel zu spät gehandelt zu haben. Tatsächlich sei NRW nicht «vor der Lage», wie von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) behauptet. Die Landesregierung sei in dieser vierten Infektionswelle ebenso unvorbereitet wie bei den vorherigen. Das zeige sich unter anderem an den dramatisch steigenden Neuinfektionszahlen und der unzureichenden Impf-Infrastruktur.

Zuvor hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) das Parlament über die Corona-Neuregelungen unterrichtet. Im Freizeitbereich gelten jetzt flächendeckend Zugangsbeschränkungen für Erwachsene, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder davon genesen sind (2G-Regel). In Bereichen mit besonders hohem Infektionsrisiko – etwa in Diskotheken und Clubs ebenso wie bei Tanz- oder Karnevalsfeiern – müssen selbst Geimpfte und Genesene zusätzlich einen aktuellen negativen Test vorlegen (2G plus).

Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren sowie Menschen ohne Impf-Empfehlung beziehungsweise diejenigen, die nicht geimpft werden können.