Kritik an geplantem Ausweichdatum für Rosenmontagszug

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Karnevalisten starten Impfaktion
Ein Mottowagen auf dem das Coronavirus dem Carnevalsvirus die Zuge rausstreckt. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Düsseldorf. Der geplante Termin für den verschobenen Düsseldorfer Rosenmontagszug hat Kritik auf sich gezogen.

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Am 8. Mai werde in mehreren europäischen Ländern der Befreiung vom Nationalsozialismus gedacht, teilte ein Sprecher des Bündnisses «Düsseldorf stellt sich quer» am Donnerstag mit. «Wir hätten uns bei der Wahl des neuen Termins für den Rosenmontagszug mehr Sensibilität bei den Veranstaltern gewünscht.» Auch die Linken im Düsseldorfer Stadtrat forderten ein anderes Ausweichdatum.

Das Comitee Düsseldorfer Carneval will an dem genannten Termin festhalten. Die Befreiung vom Nationalsozialismus und das Ende des Zweiten Weltkriegs sei schließlich ein freudiges Ereignis und kein trauriges, sagte ein Sprecher. «Nicht umsonst haben die Menschen damals auf der Straße gefeiert.»

Die Düsseldorfer Jecken hatten am Mittwochabend angekündigt, den Rosenmontagszug 2022 wegen der Corona-Pandemie vom 28. Februar auf den 8. Mai zu verschieben. «Wir fühlen uns damit auf dem richtigen Weg, trotz Corona Karneval feiern zu können – nämlich nach der vierten Welle», sagte der Sprecher.