Kundgebung vor dritter Tarifrunde im öffentlichen Dienst

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Ein Angestellter trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild
Ein Angestellter trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Düsseldorf. Vor der dritten Tarifverhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder am kommenden Wochenende wollen die Gewerkschaften mit einer großen Kundgebung den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi rechnet an diesem Donnerstag mit mehreren Tausend Teilnehmenden vor dem nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf. Als Redner werden gegen 13.00 Uhr Verdi-Chef Frank Werneke und der Bundesvorsitzende des Beamtenbundes (dbb), Ulrich Silberbach, erwartet.

Wegen der Corona-Lage sollen die Demonstrierenden auf der Landtagswiese einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Markierungen und Mitarbeiter sollen dafür sorgen, dass die Abstände zwischen den Menschen gewahrt werden.

Nach zwei gescheiterten Verhandlungsrunden werfen die Gewerkschaften den Arbeitgebern eine Blockadehaltung vor. Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) sieht indes als Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vor dem Treffen am 27. und 28. November in Potsdam «auf beiden Seiten den Willen zu einer Einigung».

Seit Wochen machen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst mit Warnstreiks insbesondere an den Universitätskliniken auf ihre Probleme aufmerksam. In der seit 20 Monaten andauernden Corona-Pandemie leisteten sie im Gesundheitswesen und der Pflege großartige Arbeit, die entsprechend gewürdigt und entlohnt werden müsse.

Verdi fordert für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst unter anderem eine Einkommenserhöhung um fünf Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von einem Jahr. Die Löhne und Gehälter im Gesundheitswesen sollen tabellenwirksam um 300 Euro pro Monat angehoben werden, die Ausbildungsvergütungen um 100 Euro.