LKA: Briefe mit verdächtigen Pulvern ungefährlich

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Das Blaulicht an einem Polizeiwagen ist eingeschaltet. Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild
Das Blaulicht an einem Polizeiwagen ist eingeschaltet. Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild

Düsseldorf. Vor wenigen Tagen sorgte ein Umschlag mit weißem Pulver für einen Einsatz an der Düsseldorfer Staatskanzlei. Kein Einzelfall. Das Landeskriminalamt hat ein recht konkretes Profil der mutmaßlichen Täter.

In Nordrhein-Westfalen hat es im laufenden Jahr mehrere Briefsendungen mit verdächtigen Pulvern gegeben. Laut Landeskriminalamt (LKA) lag die Zahl der bekannt gewordenen Fälle im niedrigen zweistelligen Bereich. Bei der Analyse hätten sich alle Stoffe als ungefährlich herausgestellt: Unter anderem seien es Backpulver, Hefe, Entkalker oder Ascorbinsäure (Vitamin C) gewesen. Zuletzt hatte vergangenen Freitag ein Umschlag mit einem weißen Pulver einen Großeinsatz der Feuerwehr in der Düsseldorfer Staatskanzlei ausgelöst.

Auch beim jüngsten Fall hatten die Experten nach wenigen Stunden Entwarnung gegeben: Die unbekannte Substanz in dem anonym abgeschickten Umschlag war ungefährlich. Die Ermittlungen der Düsseldorfer Polizei unter anderem wegen Androhung einer Straftat laufen laut einem Sprecher noch.

Aus Erfahrung des LKA handelt es sich meistens um Einzeltäter, «die durch ihr gezieltes Verhalten den öffentlichen Frieden stören möchten.» Zum Teil würden Schreiben mit in den Umschlägen liegen, in denen zum Beispiel auf politische Entscheidungen Bezug genommen wird. «Regelmäßig dürfte jedoch auch persönlicher Groll gegen den Staat beziehungsweise seine Institutionen als handlungsleitend angesehen werden», so das LKA. Häufig gebe es auch Nachahmungstäter.

Die Adressaten seien meisten staatliche oder öffentliche Einrichtungen. Aber auch Personen des öffentlichen Lebens, Privatpersonen und eine Firma seien im laufenden Jahr betroffen gewesen, teilte das LKA mit.