Rund neun Millionen Euro für Renaturierung von Fleuth und Anger

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Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Pixabay/symbolbild
Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Pixabay/symbolbild

Düsseldorf. Kurz vor dem Jahresende konnte das Dezernat Wasserwirtschaft der Bezirksregierung Düsseldorf zwei Fördermittelbescheide in Höhe von insgesamt knapp neun Millionen Euro für Maßnahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) am Niederrhein und im Raum Duisburg/Ratingen ausstellen. Die WRRL sieht die ökologische Verbesserung von Oberflächen-Gewässern bis zum Jahr 2027 vor.

Der Linksniederrheinischen Entwässerungs-Genossenschaft (LINEG) sind rund 5,2 Millionen Euro für den Erwerb von Grundstücken zur Verfügung gestellt worden, um Gewässern mehr Platz zu geben und damit Lebensraum für standortgerechte Tiere und Pflanzen zu bieten. Die Issumer Fleuth wird auf zirka 3,8 Kilometern umgestaltet, die Nenneper Fleuth auf zirka 2,3 Kilometern. Die beiden Gewässerabschnitte befinden sich überwiegend im begradigten Zustand. Es ist geplant, Wanderhindernisse (Betonabstürze, Wehre) zu entfernen und die Ufer abzuflachen. Die Nebenflüsse der Niers werden an vielen Stellen aufgeweitet, und mit unterschiedlichen Höhenausprägungen in eine naturnahe Auenlandschaft überführt. Das Einbringen von Totholz und die Entwicklung lebensraumtypischer Vegetation sind weitere Ziele der Umgestaltung im Rahmen der WRRL. Auch sind Maßnahmen des Hochwasserschutzes (Schaffung von Retentionsräumen) vorgesehen.

Dem Bergisch-Rheinischen-Wasserverband (BRW) sind Fördergelder in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro bewilligt worden, um den naturnahen Aus- und Umbau der Anger von Duisburg bis Angermund umsetzen zu können. Der Abschnitt der Anger umfasst eine Länge von insgesamt 4,1 Kilometern. Die Anger wird teilweise aus dem alten Bett in einen neuen Gewässerverlauf verlegt. Durch Aufweitungen soll auch hier eine naturnahe Auenlandschaft entstehen. Standortgerechte Sträucher und Bäume werden angepflanzt. Um die Vielfalt und Diversität der Flora und Fauna insgesamt zu stärken, werden Totholz und Astwerk sowie Böschungsneigungen und Ufergestaltungen, Laufverlängerungen und Sohlsubstrat eingebaut.

„Wir sind sehr froh darüber, dass wir die Fördermittel zur Verfügung stellen können. Somit ist sichergestellt, dass in den nächsten Jahren der Umbau unserer Gewässer, so wie es die Europäische Wasserrahmenrichtlinie vorgibt, voranschreitet und wir dem Ziel näherkommen, Gewässer lebendiger zu gestalten damit sie für den Menschen erlebbarer werden. Deshalb sind Maßnahmen, die die Gewässer erhalten und verbessern, Investitionen in die Zukunft“, so Jürgen Klingel vom Dezernat Wasserwirtschaft der Bezirksregierung Düsseldorf.