Züge rollen wieder – zwischen Essen und Wuppertal ab 12. Dezember

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Ein Hinweisschild zeigt den Weg zu den Zügen Richtung Wuppertal. Foto: Volkmann
Ein Hinweisschild zeigt den Weg zu den Zügen Richtung Wuppertal. Foto: Volkmann

Berlin/Kreis Mettmann. Am 12. Dezember läuft der S-Bahn-Betrieb zwischen Essen und Wuppertal an. Das teilt die Deutsche Bahn mit. Insgesamt will das Verkehrsunternehmen auf 80 Prozent der durch die Flut beschädigten Strecken wieder Züge ans Rollen bringen.

Die Deutsche Bahn (DB) nimmt fünf Monate nach der schweren Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz weitere Verbindungen in Betrieb. Damit fahren zum Jahresende auf rund 80 Prozent der vom Wasser beschädigten Strecken wieder Züge.

Nach der Abgabe einer Prognose die Wiederaufnahme des Betriebs zum Fahrplanwechsel steht nun fest: „Ab dem 12. Dezember läuft der S-Bahn-Verkehr auf der Rhein-Ruhr-Linie zwischen Essen und Wuppertal an“, teilt die Deutsche Bahn mit.

Auch auf dem ersten Abschnitt der Volmetalbahn von Hagen Hauptbahnhof bis Rummenohl sowie auf der Ahrtalbahn zwischen Ahrweiler und Walporzheim können Fahrgäste ab dem Fahrplanwechsel wieder mit der Bahn reisen. Die DB erreicht so weitere spürbare Verbesserungen für den Schienenverkehr und die Mobilität der Menschen. Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der DB: „Wir haben den Bürgerinnen und Bürgern in den Flutgebieten zugesichert, nach dem Hochwasser so schnell wie möglich wieder Züge fahren zu lassen. Dieses Versprechen haben wir gehalten: In weniger als einem halben Jahr haben unsere Mitarbeitenden und Fachfirmen rund 80 Prozent der zerstörten Strecken so hergestellt, dass Bahnfahren verlässlich möglich ist. Wir bringen damit ein wichtiges Stück Normalität in die Flutregionen zurück.“  Auch an den restlichen Strecken arbeitet die DB nach eigenen Angaben „unter Hochdruck“. Vor allem an der Ahrtalbahn, Eifel- und Voreifelstrecke sowie Erft- und Volmetalbahn zwischen Rummenohl und Brügge seien die Zerstörungen so schwer, dass der Aufbau zum Teil noch mehrere Jahre andauern kann. Die Spezialisten müssten dort die gesamte Infrastruktur mit Gleisen, Brücken, Bahnübergängen und Bahnsteigen neu planen und bauen. Auch Oberleitungs- und Signalmasten sowie Stellwerkstechnik seien zu ersetzen. Parallel liefen an den bereits befahrbaren Strecken letzte Restarbeiten. Beim Wiederaufbau der Infrastruktur steht die DB im engen Austausch mit Bund, Ländern und Gemeinden. Ziel ist es, Möglichkeiten für ein noch höheres Tempo bei der Planung und Umsetzung der Bauarbeiten zu konzipieren. Außerdem stellen die Partner die Weichen für modernere Technik bei Bahnübergängen und Stellwerken, die Elektrifizierung sowie eine klimaresilientere Bauweise bei Brücken und Bahndämmen. Die Flut hatte Mitte Juli vor allem in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz die DB-Infrastruktur in historischem Ausmaß getroffen. Dabei entstanden Schäden von rund 1,3 Milliarden Euro.