Nach Fahndung: Polizei rudert zurück – „Kein Tatverdacht“

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Die Kriminalpolizei ermittelt in einem Fall. Foto: Polizei/symbolbild
Die Kriminalpolizei ermittelt in einem Fall. Foto: Polizei/symbolbild

Erkrath. Nach einer öffentlichen Fahndung im Rahmen eines Diebstahls im März 2021 stellt die Polizei klar: Es besteht kein Tatverdacht gegen die abgebildete Frau.

Die Kreispolizeibehörde nimmt Bezug auf einen Vorfall am 4. Dezember 2020, zu dem im März 2021 eine öffentliche Fahndung veranlasst wurde. Konkret ging es um einen Diebstahl in einer Bankfiliale in Hochdahl.

„Auf den Bildern war eine Frau abgebildet, die, nach dem damaligen Stand der Ermittlungen, verdächtigt wurde, einen Diebstahl begangen zu haben“, erklärt die Polizei. „Die Dame hatte am Freitag, 4. Dezember 2020, einen EC-Automaten einer Bankfiliale am Hochdahler Markt in Erkrath-Hochdahl aufgesucht. Im Ausgabeschacht soll sich zu diesem Zeitpunkt 1.300 Euro Bargeld befunden haben, welches ein 87-jähriger Kunde zuvor vergessen hatte, aus dem Schacht zu entnehmen.“

Nach Auswertung der Videoaufnahmen bei der Kriminalpolizei wurde die auf den Aufnahmen zu sehende Frau verdächtigt, eine Fahndung schloss sich an. Bereits am Folgetag, 25. März, beendet die Behörde die Fahndung, weil die Frau sich bei der Polizei gemeldet hatte. Die Ermittlungen wurden fortgeführt.

Nun meldet die Polizei: „Eine erneute Begutachtung der Filmaufnahmen ergab jedoch, dass die Frau nicht das Bargeld aus dem Ausgabeschacht entnommen hatte. Der Verbleib des noch immer fehlenden Geldbetrages ist derzeit unklar und Gegenstand andauernder kriminalpolizeilicher Ermittlungen.

Die Kreispolizeibehörde Mettmann möchte hiermit richtig stellen, dass der im Rahmen der Öffentlichkeitsfahndung durch die Pressestelle bekannt gegebene Tatverdacht gegen die auf den Fotos abgelichtete Frau nicht mehr besteht.“