Mehr Weihnachtseinkäufer in Innenstädten unterwegs

21
Einzelhandel
Fußgänger gehen durch die Stadt an geöffneten Läden vorbei. Foto: Thomas Frey/dpa/Symbolbild

Düsseldorf. Der Einzelhandel hatte schlimme Befürchtungen vor dem vierten Adventswochenende in Sachen Weihnachtsgeschäft. Dann wurde es aber voller als gedacht in den Innenstädten in NRW. Jetzt geht es in den Endspurt bis Heiligabend.

Trotz der verschärften Regeln in der Corona-Pandemie sind am letzten großen Verkaufswochenende viele Menschen in die Innenstädte in Nordrhein-Westfalen gekommen. «Nach einem verhaltenen Anlauf am Morgen melden die Händler jetzt zumindest in einigen Städten eine höhere Frequenz durch die Kunden im Vergleich zu den ersten Adventswochenenden», sagte Björn Musiol vom Handelsverband Rheinland der Deutschen Presse-Agentur. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau gebe es aber insgesamt einen gravierenden Umsatzeinbruch, ergänzte der stellvertretende Verbandsgeschäftsführer.

Bei mildem Winterwetter waren die Innenstädte am Mittag und späten Nachmittag stärker als an den ersten drei Adventswochenenden besucht, wie der Verband am Samstagabend als Fazit mitteilte. In kleineren Städten mit kurzfristig abgesagten Weihnachtsmärkten falle der Zuspruch der Kunden schlechter aus.

Die Stimmung bei den Händlern und Kunden reiche von «ganz okay» bis mittelmäßig, teilte der Verband zum Samstag mit. An den Eingängen zu den Geschäften habe es zumeist keine Diskussionen über die 2G-Corona-Regel gegeben, nach der nur Geimpfte oder Genesene Zutritt haben. Für den Zeit- und Personalaufwand der Kontrollen beklagen die Händler allerdings hohe Kosten.

Die Erwartungen der Einzelhändler in den Einkaufsstraßen und Shopping-Centern waren vor dem Wochenende waren eher verhalten. «Da können wir nichts schönreden. Uns fehlt wegen der 2G-Beschränkungen ein großer Teil des Kundenpotenzials, der vom Einkauf ausgeschlossen ist», sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen, Peter Achten.

Der Einzelhandel setzt jetzt auf die die letzten Einkaufstage vor den Festtagen. «Das längere Zeitfenster bis Heiligabend und weniger bewegliche Feiertage geben dem Handel etwas Luft, gerade beim ungebrochenen Trend zum Last-Minute-Shoppen», sagte Musiol.