Mehr Verbindlichkeit für künstlerische Gestaltung bei Bauten

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Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos), Wissenschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild
Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos), Wissenschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Düsseldorf. Bei großen Bauprojekten des Landes sollen künftig mit größerer Verbindlichkeit Projekte zur künstlerischen Ausgestaltung vergeben werden.

Bei Projekten mit Bauwerkskosten von mehr als 15 Millionen Euro solle eine Eignung für ein Kunst-und-Bau-Projekt grundsätzlich geprüft werden, teilte das Düsseldorfer Bauministerium am Montag mit. Die Ausgaben sollen ein Prozent der Bauwerkskosten betragen, sind aber auf eine halbe Million Euro für Material und Honorar begrenzt.

Die neue Regelung löst das bisherige, als «Kunst am Bau» bekannte Verfahren ab und schafft nach Angaben des Ministeriums einheitliche und verbindliche Vorgaben. In der Regel seien Wettbewerbe geplant. Die Bauherren würden beraten von einem Landesbeirat mit je einem Vertreter der Ministerien für Bauen und Kultur, eines Künstlers, zwei Fachwissenschaftlern sowie Vertreter der Fachbehörden.

Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) meinte: «Die Kunst bietet die Chance, sich jenseits des Dekorativen mit der öffentlichen Funktion eines Gebäudes auseinanderzusetzen». Die Richtlinie eröffne zudem Kunstschaffenden neue Möglichkeit und sei damit eine konkrete Förderung der Kunstproduktion. Wegen Corona und damit verbundenen Einschränkungen haben viele Künstler finanzielle Probleme beklagt.