„Judas Maccabaeus“ am ersten Weihnachtstag

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Konzertchor Wuppertal
Der Konzertchor Wuppertal. Foto: Bettina Osswald

Wuppertal Im zweiten Chorkonzert am Samstag, 25. Dezember, ab 18 Uhr stimmen der Konzertchor der Volksbühne Wuppertal, das Sinfonieorchester Wuppertal und vier Gesangssolisten unter Leitung von Andreas Spering Georg Friedrich Händels Oratorium „Judas Maccabaeus“ an.

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Am 1. April 1747 kam ›Judas Maccabaeus‹ am Jahrestag des Culloden-Sieges im Royal Opera House in Covent Garden triumphal zur Uraufführung. Mit ›Judas Maccabeus‹ traf Händel den Nerv der Zeit. Das Oratorium feiert den Sieg über den katholischen Thronprätendenten Charles Edward Stuart und die Niederschlagung des Jakobitenaufstands von 1746. Mit einem solch politisch motiviertem musikalischen Statement konnte sich Händel der Gunst des Königs Georg II. sicher sein.

Bei der Vertonung setzt Händel alles daran, Ohrwürmer von hoher künstlerischer Qualität zu komponieren. Um die fünfzig Mal wurde ›Judas Maccabeus‹ bereits zu Händels Lebzeiten aufgeführt. Unter den insgesamt 25 Oratorien, die Händel zwischen 1733 und 1757 komponierte, ist ›Judas Maccabeus‹ nicht zuletzt wegen des populären Adventshits ›Tochter Zion‹ das vielleicht schönste und eindrücklichste. Das heute als ›Tochter Zion‹ bekannte Lied stammt aus dem dritten Akt, ist von Händel aber erst drei Jahre nach der Uraufführung in den ›Judas Maccabeus‹ hineingeschrieben worden. Ursprünglich stammt es aus Händels Oratorium ›Joshua‹ und trägt den Titel ›See, the conq’ering hero comes‹. Die Wirkung dieser international bekannten Melodie ist eine erstaunliche. Selbst Ludwig van Beethoven hat diesem Lied Tribut gezollt und seine ›12 Variationen über ein Thema aus Händels Oratorium Judas Maccabaeus‹ komponiert.

Neben dem Konzertchor der Volksbühne Wuppertal (Einstudierung Thorsten Pech) und dem Sinfonieorchester Wuppertal wirken Anna-Lena Elbert (Sopran), Charlotte Quadt (Mezzosopran), Taejun Sun (Tenor) und Simon Stricker (Bass) mit. Als Dirigent ist Andreas Spering, einer der führenden Spezialisten für historisch informierte Aufführungspraxis, am Pult des Sinfonieorchesters zu erleben.

Tickets sind erhältlich bei der Kultur-Karte, Kirchplatz 1 in Elberfeld, online unter sinfonieorchester-wuppertal.de oder telefonisch unter 0202 563 7666.

Informationen zu den Coronaschutzmaßnahmen sind zu finden unter wuppertaler-buehnen.de/corona.