NRW will neue Quarantäne-Regeln in Kürze umsetzen

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Eine Pflegekraft sortiert Testergebnisse von Corona-Schnelltests. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/Symbolbild
Eine Pflegekraft sortiert Testergebnisse von Corona-Schnelltests. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/Symbolbild

Düsseldorf/Berlin. Die am Freitag vom Bundesrat gebilligten neuen Corona-Quarantäneregeln sollen in Kürze in Nordrhein-Westfalen in Kraft treten.

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Für eine Anpassung der Test- und Quarantäneverordnung des Landes fehlten aber noch Vorgaben des Paul-Ehrlich- sowie des Robert Koch-Instituts (RKI), teilte das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. «Diese sind relevant, um im Bereich Quarantäne und Isolation bundeseinheitliche Maßstäbe, umsetzen zu können.»

Der Bundesrat hatte zuvor einstimmig eine Änderung der Verordnung über Covid-19-Schutzmaßnahmen gebilligt. Die neuen Regeln sehen vor, dass sich dreifach geimpfte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nicht mehr in Quarantäne begeben müssen. Das gilt auch für frisch doppelt Geimpfte oder frisch Genesene.

Außerdem werden kürzere Quarantänezeiten im Fall von Infektionen ermöglicht, um bei stark steigenden Infektionszahlen den personellen Zusammenbruch wichtiger Versorgungsbereiche zu verhindern. Künftig können sich Infizierte oder Kontaktpersonen, die die Vorgaben für eine Quarantäne-Befreiung nicht erfüllen, nach sieben Tagen durch einen PCR-Test oder einen zertifizierten Antigen-Schnelltest freitesten lassen.

Mit den erwarteten Anpassungen des RKI ist nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums in Kürze zu rechnen. Bis dahin gelte der Erlass vom vergangenen Dienstag. Demnach dürfen die Gesundheitsämter in NRW in Einzelfallentscheidungen die von Bund und Ländern am 7. Januar beschlossenen verkürzten Quarantäneregelungen bereits anwenden.